Text-Bild-Ansicht Band 157

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Fig. 16 stellt eine derartige Maschine im Grundrisse dar. a, a ist ein gußeisernes Gestell; c, c sind die auf dasselbe geschraubten Lager zur Aufnahme zweier Messerachsen d, d'. Auf jede der letzteren ist eine Anzahl kreisrunder stählerner Messer e, e geschoben, deren schräg zugeschnittene Peripherien etwas übereinander greifen. Die Messer sind durch zwischengeschobene Hälse oder Scheiben f, f, von deren Breite die Breite der geschnittenen Streifen abhängt, von einander getrennt. Jede Achse ist mit einer Schulter g versehen, gegen welche die Messer von der andern Seite her durch Schraubenmuttern h gepreßt werden. Die Achse d erstreckt sich über ihr Lager hinaus und enthält ein Stirnrad i, so wie ein Paar feste und lose Treibrollen. Die Achse d' trägt ein Stirnrad l von größerem Durchmesser, welches mit dem ersteren Stirnrade im Eingriff steht. In Folge dieser Anordnung rotirt das eine System von Messern mit größerer Geschwindigkeit, als das andere, wodurch an den Angriffsstellen der Messer zugleich ein Ziehen und Schneiden entsteht. Die Achse d¹ läßt sich mittelst der Schraube m in ihren Lagern der Länge nach adjustiren. n, n sind zwei Platten, auf welche die zu schneidenden Lumpen gelegt werden. Zwei Arbeiter schieben dieselben mit der Hand durch die Oeffnung eines Deckels, der zum Schutze der Arbeiter gegen die Messer angebracht ist. An der unteren Seite der Platten ist eine Reihe metallener Zungen q, q befestigt, welche sich gegen die untere Seite der Scheiben f lehnen und den Zweck haben, die etwa sich anhängenden Lumpen abzustreifen. Die geschnittenen Hadern fallen in einen untergestellten Behälter.

LXIV. Verbesserungen an Stereoskopen, von J. Beck in London.

Aus dem London Journal of arts, Juni 1860, S. 330.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Bei den Stereoskopen der seitherigen Construction besteht eine Schwierigkeit in der Erlangung des zur vortheilhaften Betrachtung der Papierbilder hinreichenden Lichtes. Da ferner das auf das Bild fallende Licht beinahe ganz von Vorn kommt, so wird dadurch die Textur des Papiers auf eine unangenehme Weise sichtbar. Vorliegende Erfindung (patentirt in England am 16. September 1859) hat nun den Zweck, diesen Uebelständen abzuhelfen. Zu dem Ende bleibt das Stereoskop vorn und an