Text-Bild-Ansicht Band 160

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LXXIII. Verbesserungen an Metallkolben, von G. Bower in Droylesden, Lancashire.

Aus dem London Journal of arts, Januar 1861, S. 15.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Diese Erfindung (patentirt in England am 1. Mai 1860) bezweckt die Ausdehnung der Dichtungsringe an metallenen Kolben, um einen dampfdichten Schluß derselben an der Cylinderwand hervorzubringen. Dieß wird dadurch erreicht, daß der innere V-förmige Ring mittelst conischer, zugespitzter oder keilförmiger Schrauben ausgedehnt wird, welche durch die obere oder untere Cylinderplatte hindurchgehen und einen Druck zwischen dem Kolbenkörper und drei oder mehr entsprechenden Vorsprüngen im Innern des Ringes bewirken.

Figur 11 zeigt einen Grundriß, Fig. 12 den Durchschnitt eines solchen Kolbens, ersteren mit zum Theil entfernter Deckplatte.

a, a ist der Kolbenkörper; b, b ist die Deckplatte, durch Schrauben c, c daran befestigt; d, d sind die an ihrem unteren Ende spitzig zulaufenden Schrauben, welche den Ring e mit V-förmiger Schneide beim Anziehen so ausdehnen, daß die Dichtungsringe (sogenannten Kolbenfedern) f, f sich dampfdicht an die Cylinderwand anlegen.

LXXIV. Ueber die Steuerung der Schraubenschiffe; vom Contre-Admiral Paris.

Aus den Comptes rendus, Februar 1861, t. LII p. 339.

Die Anwendung der Dampfmaschinen als schiffsbewegende Kraft hat den wesentlichsten Einfluß auf die Construction der Schiffe, auf die Schiffssprache und auf die Ausführung der einzelnen Manöver gehabt. Dieß gilt namentlich für die Schraube, welche allmählich die Schaufelräder verdrängen wird.