Text-Bild-Ansicht Band 161

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Mit Platin läßt sich, das Aluminium sehr leicht und ohne Zwischenmittel Plattiren, denn das Platin wird noch weniger leicht als das Silber vom Aluminium unter dem Einfluß des Druckes und der Wärme absorbirt. In gewissen Fällen kann man daher als Zwischenmittel zwischen dem Aluminium und dem Gold oder Silber ein sehr dünnes Platinblatt anwenden, wovon jedoch der Quadratdecimeter wenigstens einen Decigramm wiegen muß.

Mittelst der oben beschriebenen Verfahrungsarten kann man auch Kupfer, Messing und analoge Legirungen mit Aluminium Plattiren, wobei man jedoch wie beim Plattiren des Kupfers mit Silber, die mit Aluminium zu überziehende Legirung vorher auf nassem Wege versilbern muß. Die Anwendung einer sehr dünnen Silberschicht als Zwischenmittel erleichtert nämlich die Befestigung des Aluminiums.

LXIII. Praktisches Verfahren zur Bestimmung der Güte feuerfester Thone in Hinsicht der Strengflüssigkeit und des Bindevermögens (sogen. Fettigkeit und Magerkeit), angewendet auf verschiedene Thone; von Dr. Carl Bischof.

Unter den verschiedenen feuerfesten Thonproben, deren Untersuchung und Bestimmung nach meinem, im ersten Januarheft dieses Journals (Bd. CLIX S. 54) beschriebenen Verfahren mich fernerhin beschäftigt, hebe ich diejenigen hervor, welche ein größeres allgemeines Interesse verdienen, oder geeignet seyn möchten, die Methode allseitiger zu beleuchten und zu vervollständigen.

Zuerst führe ich eine Anzahl feuerfester Thone an, worauf die Aufmerksamkeit besonders gelenkt wurde durch den sehr werthvollen Vortrag über feuerfeste Thone und Fabricate von Dr. Ziurek, gehalten in der Versammlung des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen, zu Berlin den 5. November v. J. – Ziurek hebt unter den von ihm untersuchten Thonen diese namentlich hervor, indem er sie außer den besten feuerfesten Thonen überhaupt, den englischen, worunter auch der von Yarnkirk, und belgischen, als die wenigen einheimischen bezeichnet, welche sich als „gut“ erwiesen.

Die Proben der zunächst folgenden acht Thone verdanke ich auch seiner Güte.