Text-Bild-Ansicht Band 163

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dickere Häute eine größere Anzahl erfordern. Der Cylinder A dient zum Ausbreiten der Häute auf die Walze E, die folgenden Cylinder bewirken das Abgleichen an der Fleischseite und das Körnen. Die Walze G wird durch das Gewicht X am Hebel X' gegen E gedrückt. Wenn eine Haut in die Maschine gebracht werden soll, so nimmt man dieses Gewicht ab, und führt die Haut zwischen G und E ein, worauf sie durch die Bewegung der Maschine weiter fort und unter den Walzen hindurch bewegt wird.

XXIV. Maschine zum Trocknen von Wolle und Baumwolle, vom Civilingenieur E. Semper in Görlitz.

Aus der deutschen Industrie-Zeitung, 1862, Nr. 2.

Mit einer Abbildung auf Tab. II.

Diese, dem Genannten in Sachsen patentirte Maschine ist in Fig. 22 im mittleren Längendurchschnitte dargestellt. Sie ist rundum von Wandungen eingeschlossen, so daß sie in jedem Fabriksaale frei aufgestellt werden kann. Das Innere ist von einem Röhrensystem erwärmt, welches zwischen den verschiedenen Etagen in Schlangenwindungen durchgeht und in das gespannte Dämpfe eingelassen werden. (Die Rohrleitungen sind in unserer Abbildung als kleine Kreise angegeben). Die Ableitung der feuchten Luft wird durch den auf der Maschine befindlichen Exhaustor A bewirkt, welcher die Feuchtigkeit aus derselben ansaugt und durch das Rohr B ins Freie führt. Die Lufterneuerung in der Maschine geschieht durch die Oeffnungen C; beim Durchziehen dieser Luft nach den oberen Räumen wird sie nach und nach durch die Röhren bis auf 50 bis 60° R. erwärmt. Durch diese Einrichtung wird die nasse Wolle, welche im obersten, wärmsten Raume der Maschine eingeführt wird, rasch getrocknet und allmählich durch die mechanische Einrichtung der Maschine nach unten in die kühlere Temperatur geführt, bis sie endlich getrocknet und abgekühlt, milde und weich, die Maschine wieder verläßt.

Die Bedienung der Maschine anlangend, wird die nasse Wolle auf Drahthorden von 2 bis 3 Fuß Breite und 4 bis 5 Fuß Länge ausgebreitet; diese Horden werden auf den Eingangstisch D der Maschine, eine hinter der anderen aufgelegt, wo diese durch eigenthümlich construirte, an