Text-Bild-Ansicht Band 163

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der Ofenwand, in dieser Beziehung sehr befriedigende Resultate zu erhalten sind.

Werden daher alle diese Vorsichtsmaßregeln sorgfältig berücksichtigt und befolgt, so kann immerhin angenommen werden, daß die in Thermometergraden ausdrückbare Temperatur = t bis auf 50°, vielleicht bis auf 75° C. genau zu erhalten ist; eine solche Genauigkeit übertrifft gewiß weit diejenige, welche alle bisher für die Praxis vorgeschlagenen Pyrometer gewähren.

Immerhin bietet die Bestimmung der Ofenwand-Temperatur t' nicht bloß das Mittel, daraus die innere Temperatur zu berechnen, sondern auch sehr annähernd den Wärmeverlust, welchen ein Feuerungsapparat durch Transmission der Wände erleidet.

Ebenso kann man mittelst meines Apparates53) die Temperatur der evacuirten Verbrennungsproducte bestimmen.

Bezeichnen wir daher mit W die Wärmemenge welche per Stunde in einem solchen Verbrennungsapparate entwickelt wird, mit N den Nutzeffect, d.h. die Wärme welche an den zu erwärmenden Körper übergeht, mit T die Transmission und mit E die Evacuation, so haben wir zur Controle:

W = N + T + E

und da gerade das Verhältniß dieser Werthe für den Praktiker das Gesuchte ist, so ist leicht einzusehen, daß mein Verfahren zur Bestimmung desselben, dem Zwecke besser entspricht als alle bisher angewandten Methoden.

Offenburg, den 20. Februar 1862.

LXXXII. Eine Verbesserung an Pendeluhren; von Sieg. Schüller, Maschinentechniker in Wien.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Die jetzt üblichen Constructionen der Uhren zeigen uns fast durchwegs die Zeit durch einen vom Zeiger durchlaufenen Weg an. Indem

53)

Hr. Mechanicus Chr. Oechsle in Pforzheim erbietet sich solche Apparate anzufertigen.