Text-Bild-Ansicht Band 163

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In Folgendem habe ich ein solches Universalwerkzeug zu beschreiben, welches wohl zu den Ausnahmen jener Regel gehören dürfte. Ich fand dasselbe vor Kurzem bei den Hofbronzefabrikanten Bernstorff und Eichwede in Gebrauch, die eine Anzahl gleicher Exemplare von Gebrüder Greb aus Remscheidt bezogen hatten. Fig. 34 und 35 zeigen ein solches in 2/5 der wirklichen Größe.

In seiner allgemeinen Form gleicht das Werkzeug einer Flachzange. a ist das Maul derselben. An jedem der beiden Backen befindet sich ein Ansatz b und f, die beide zusammen einen vollständigen Hammerkopf bilden, b die Bahn und f die Finne.

In die beiden Schenkel sind nahe am Scharnier zwei kleine Stahlplättchen c, c eingesetzt, die nach innen zu scharf geschliffen sind, und zusammen eine sehr wirksame Kneipzange zum Abkneipen von Drähten und Nägeln bilden.

Die Enden der Schenkel sind endlich noch, das eine d zu einem Schraubenzieher, das andere e zu einem Spitzbohrer ausgebildet. Der Spitzbohrer e darf natürlich nicht eine zu scharfe Spitze haben, um nicht der Hand des Arbeiters gefährlich zu werden.

Mir scheint das Werkzeug sehr empfehlenswerth für Schlosser, die oft Schlösser anzuschlagen und nachzusehen oder ähnliche kleinere Arbeiten vielfach außer dem Hause zu beschaffen haben.

Außerdem ist es gewiß sehr nützlich für kleinere Haushaltungen, wo gewöhnlich alle die hier vereinigten Werkzeuge einzeln in dem sogenannten Nagelkasten liegen. A. Hörmann. (Monatsblatt des hannoverschen Gewerbevereins, 1861, Nr. 12.)

CIV. Kurbel-Walke, ausgeführt von J. S. Schwalbe und Sohn, Maschinenfabrikanten in Chemnitz.

Aus der deutschen Industrie-Zeitung, 1862, Nr. 8.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Für die Tuch- und Stoff-Fabrication ist es von Bedeutung, daß die fertigen Gewebe in gehöriger Weise gedichtet, verfilzt oder gewalkt werden, weil davon das bessere Aussehen der Waare abhängt. Zu diesem Behufe verdienen die Maschinen, durch welche dieses geschieht, auch die gebührende Aufmerksamkeit. Bisher ist der Walkproceß zum großen Theile mit der sogenannten Stock- oder Lochwalke bewerkstelligt