Text-Bild-Ansicht Band 164

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Es versteht sich von selbst, daß man das eingeschlagene Futter im Winter und Frühling nicht lauter verfüttert, sondern es eben als eine sehr werthvolle Zugabe zum Trockenfutter im Winter und Frühling verwendet.

Stuttgart, im April 1862.

Fr. Reihlen und Söhne, Zuckerfabrik.

(Wochenblatt für Land- und Forstwirthschaft, 1862, Nr. 18.)

Ueber die Manna vom Sinai.

Die Manna vom Sinai ist das Erzeugniß eines Strauches, Tamarix mannifera, welcher die Manna in Folge des Stiches eines Insektes, Coccus manniferus, ausschwitzt. Berthelot hat die ächte Manna vom Sinai, sowie ein anderes ähnliches Product untersucht. Die Manna vom Sinai stellt einen gelblichen dicken Syrup dar, welcher Pflanzentheile einschließt. Sie besteht, abgesehen von letzteren und von Wasser, welches 1/5 der Masse beträgt, aus:

Rohrzucker 55
umgesetztem Zucker (Levulose und Glykose) 25
Dextrin und ähnlichen Producten 20
––––
100

Eine Manna von Kurdistan, welche dort als Nahrungsmittel dient und eine teigartige fast feste Masse bildet, enthielt dieselben Bestandtheile und etwas grünliches Wachs. Der in Wasser lösliche Theil bestand aus:

Rohrzucker 61
umgesetztem Zucker (Levulose und Glykose) 16,5
Dextrin und ähnlichen Substanzen 22,5
–––––
100,0

Die Uebereinstimmung ist merkwürdig, da die Manna von Kurdistan von anderen Gewächsen abgesondert wird, deren Reste man darin findet. Beide stellen eine Art Honig dar. (Comptes rendus, t. LIII. p. 583.)

Ueber die Verbrennung des Opiums und des Morphins.

Hierüber sind von Decharme Versuche angestellt worden, aus welchen sich ergibt, daß beim Verbrennen von Opium und Morphin ein Theil des letzteren unzerstört mit den Dämpfen sich verflüchtigt. Hieraus erklären sich die Wirkungen des Opiumrauchens. Auch die Wirkung der Räucherung mit Mohnkapseln, Schöllkraut, Stechapfel, Belladonna etc. scheinen auf theilweise Verflüchtigung der narkotischen Stoffe sich zu gründen. (Comptes rendus, t. LIII p. 594.)