Text-Bild-Ansicht Band 169

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Schraubenmutter hindurchgeht, die man mit Hülfe einer Kurbel l (man sehe das Detail derselben in Fig. 12) und eines Paares conischer Räder r umdreht.

LX. Doppelte Kreissäge zum Durchschneiden starker Baumstämme in der Quere; ausgeführt von Worssamm und Comp. in Chelsea (England).

Aus Armengaud's Génie industriel, April 1863, S. 206.

Mit einer Abbildung auf Tab. IV.

Im Mechanics' Magazine ist eine zum Sägen dicker Baumstämme in der Quere geeignete und für die Docks von Kronstadt bestimmte Maschine veröffentlicht worden, welche sich von den gewöhnlichen Kreissägen durch die Anwendung zweier kreisförmigen Sägeblätter von geringem Durchmesser unterscheidet, mit denen man aber trotzdem Holzstücke von großem Durchmesser sägen kann. Um dasselbe Resultat durch eine Säge mit einem einzigen kreisförmigen Sägeblatte zu erreichen, müßte dieselbe wenigstens einen Durchmesser von 2,10 Meter haben, wodurch ihr Preis auf ungefähr 3000 Fr. gesteigert werden würde, während die von Worssamm u. Comp. ausgeführten Sägen nur einen Durchmesser von 1 Meter haben und nicht mehr als 225 Fr. kosten.

Abgesehen von dem hohen Durchschnittspreise der großen Sägen sind dieselben sowohl bei dem anfangs vorzunehmenden Härten, als auch während der Arbeit, wenn sie wenigstens zwischen den Führungen keine genügende Unterstützung erhalten, dem Verbiegen sehr ausgesetzt, wodurch Reibungswiderstände und Verluste an Triebkraft entstehen. Die Dicke des Sägeblattes muß außerdem bei einer solchen Größe ziemlich bedeutend seyn, um eine schlängelnde Bewegung zu vermeiden, welche durch die große Geschwindigkeit der Treibwelle von 100 Umdrehungen in der Minute entsteht.

Fig. 34 stellt die Seitenansicht einer doppelten Kreissäge dar, welche zur Vermeidung der erwähnten Nachtheile der Kreissägen von großem Durchmesser mit nur einem Sägeblatte construirt wurde.

Man sieht, daß der Apparat aus den beiden Sägeblättern A und B besteht, die in ein und derselben Verticalebene arbeiten und über einander