Text-Bild-Ansicht Band 169

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Substanzen werden zu feinem Pulver gestoßen und dann im Benzol gelöst. Die filtrirte oder decantirte Lösung gießt man wie Collodium auf die Glastafel. (Photographisches Archiv, 1863 S. 189.)

Amerikanisches Petroleum.

Die Times vom 7. August dieses Jahres berichtet:

Der Handel mit amerikanischem Erdöl nimmt fortwährend in der bald nach der Entdeckung vorausgesagten Ausdehnung zu. Die Ausfuhr von New-York und anderen amerikanischen Häfen betrug

in der ersten Hälfte des Jahres 1861 3,250 Tonnen,
1862 108,000 Tonnen,
1863 425,000 Tonnen.

Durch eine neuere Behandlungsweise des rohen Erdöls erhält man seit Kurzem das sogenannte „Colzarine-Oel“, welches geruchlos und frei von schwefligen Bestandtheilen ist und sich nun auch zum Brennen in den Moderateurlampen eignet. (Württembergisches Gewerbelatt, 1863, Nr. 36.)

Mittel gegen das Verfaulen des Holzes.

Förster's Bauzeitung (1863, S. 250) empfiehlt nach in Paris gemachten fünfjährigen Erfahrungen, folgenden Anstrich um Pfähle, Ständer etc. gegen das Verfaulen zu schützen, welches zugleich den Vortheil der Wasserdichtheit mit sich führt. Man nimmt 50 Theile Harz, 40 Theile fein gestoßene Kreide, 500 Theile feinen weißen und scharfen Sand, 4 Theile Leinöl, 1 Theil natürliches rothes Kupferoxyd und 1 Theil Schwefelsäure. Zuerst erhitzt man das Harz, die Kreide, den Sand und das Leinöl in einem eisernen Kessel, dann setzt man das Oxyd und (mit Vorsicht) Schwefelsäure hinzu, mischt alles sehr sorgfältig und streicht dann mit der noch heißen Masse das Holz mittelst eines starken Pinsels an. Wenn man findet, daß die Mischung nicht flüssig genug ist, so verdünnt man sie mit etwas Leinöl. Ist dieser Anstrich abgekühlt und getrocknet, so bildet er einen dem Steine gleich harten Firniß.