Text-Bild-Ansicht Band 171

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(statt wie ursprünglich auf 25 Jahre) herabgesetzt wurde, noch viel zu hoch gegriffen ist. Hinsichtlich der Kosten ist nun ebenfalls herausgestellt, daß der laufende Meter nicht über 4000 Lire zu stehen kommt, was für die 12,220 Meter lange Strecke ungefähr 50 Millionen ausmacht. Ende des abgelaufenen Jahres war die Strecke auf eine Länge von 2199 Meter fertig, nämlich 1274 Meter auf der Seite von Bardonneche und 925 auf der Modena-Seite; doch waren auf letzterer bis dahin noch die gewöhnlichen Mittel in Anwendung gebracht worden. (Berggeist, 1863, Nr. 62.)

Neue amerikanische Nähmaschine für Knopf- und Schnurlöcher.

Dieselbe unterscheidet sich von den bisher bestehenden Maschinen für den gleichen Zweck hauptsächlich dadurch, daß die Nadel der Außenlinie des Loches folgt und somit der Zeug oder das Kleidungsstück, in welchem sich das zu umnähende Loch befindet, nicht auf dem Tische der Nähmaschine gedreht zu werden braucht. Bei allen bisher construirten sogenannten Knopfloch-Maschinen hatte die Nadel bloß eine auf- und abwärtsgehende Bewegung wie bei gewöhnlichen Nähmaschinen, und um ein Knopfloch zu umnähen, mußte der Zeug entsprechend unter der Nadel bewegt und gedreht werden. Da nun bei Anfertigung eines Kleidungsstückes die Knopflöcher immer das Letzte sind, was gemacht wird, so mußte, um ein Knopfloch auf der Maschine zu nähen, das ganze Kleidungsstück auf dem Tische der Maschine gedreht werden. Die Schwierigkeit dieser Operation, namentlich bei größeren Kleidungsstücken, ist offenbar und der Gebrauch der bisherigen Maschinen zum Umnähen der Knopflöcher war deßhalb sehr beschränkt.

Mit der neuen Maschine lassen sich Löcher jeder Art, rund oder lang, umnähen, und der Erfinder gibt an, daß er bis zu 100 Knopflöcher per Stunde zu umnähen im Stande ist. Die Maschine ist zwar complicirt und daher ihr Preis ziemlich hoch. Für große Kleiderfabrikanten, namentlich für Militär-Schneider ist sie aber von großem Werthe. Dieselbe kann durch die Herren A. Scheller und Comp., 370 Bowery, New-York, zu den billigsten Bedingungen bezogen werden.

Elastische Formen für galvanoplastische Zwecke.

Diese können aus 20 Theilen Leim und 2 Theilen braunem Candiszucker hergestellt werden. Man löst zu dem Zwecke beide Stoffe in so viel heißem Wasser auf, daß nach dem Erkalten sich eine feste Gallerte bildet. Solche Formen sind in den Fällen nöthig, wo es sich um die galvanoplastische Nachbildung von sehr hervortretenden Reliefs handelt, indem es nur durch die Nachgiebigkeit der Form möglich wird, dieselbe vom Original abzuziehen. Sind die elastischen Formen hergestellt, so benutzt man sie als Matrize für die steifen Formen, indem man eine Mischung aus 24 Theilen gelbem Wachse, 12 Theilen Hammeltalg und 4 Theilen Harz in dieselben lauwarm hineingießt. Nach dem Erkalten wird diese Masse sehr fest. (Deutsche Industriezeitung, 1863, S. 153.)

Verfahren zur Verplatinirung.

8 Thle. Salmiak und 1 Thl. Platinsalmiak werden mit 32 bis 40 Thln. Wasser zum Sieden erhitzt und in diese Flüssigkeit die zu überziehenden blank gescheuerten Metalle hineingelegt. Der Ueberzug entsteht nach kurzer Zeit und haftet sehr fest. (Neues Jahrbuch für Pharmacie, 1863, Bd. XIX S. 323.)

Ueber Photographien auf Holz für Xylographen.

In Nummer 19 der „photographischen Monatshefte“ ist der in diesem Journal Bd. CLXIX S. 275 mitgetheilte Artikel über Photographien auf Holz von Bosse und