Text-Bild-Ansicht Band 173

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unterworfen sind, sind aufgeschraubt und lassen sich erneuern. Das Aufschärfen der Messer geschieht mit einer englischen Feile, und ist bei einem nunmehr dreijährigen täglichen Gebrauche der ersten Maschine nur ein öfteres Schärfen mit der Feile, bisher aber noch keine Erneuerung der Platten nöthig gewesen. Da wir nun einen completen Satz Reserveplatten mit beigeben, so folgt daraus, daß der Besitzer eine lange Reihe von Jahren hindurch gegen jede Reparatur geschützt ist und beim Eintritt der Nothwendigkeit diese selbst ausführen kann.

Der Mahlkegel steckt auf der starken stehenden Welle D, D, welche in einem Halslager E und einem Mühlenspurlager F stellbar befestigt ist. Durch Stellen der Welle mittelst des Stellrädchens G kann man nicht nur ein feineres oder gröberes Mahlen erzielen, sondern auch bei Vorkommen den Mahlkegel ganz aus dem Mantel herausschrauben; ebenso kann bei eintretender Abnutzung und Aufschürfung der Messerplatten der Mahlkegel hineingestellt werden. Die Bewegung erfolgt mittelst einer Kegelradübersetzung H, H und Riemscheibe I von der Betriebskraft aus, welche eine beliebige seyn kann. Man kann diese Lohmühle durch jede vorhandene Kraft (Göpel-, Wasser-, Wind- oder Dampfkraft) betreiben.

Unsere Preise verstehen sich loco Brandenburg a.d. H. mit 1/2 Anzahlung; Rest bei Absendung.

Zeugniß.

Die in meiner Gerberei seit drei Jahren im Betriebe befindliche amerikanische Patent-Lohmühle wird durch ein Roßwerk mit einem Pferde dauernd betrieben und liefert täglich 18–20 Ctr. gute mouleuse Lohe. Die Vortheile einer solchen Anlage liegen auf der Hand, da jeder Gerber dadurch im Stande ist, seine Lohe auf die wohlfeilste Weise und unabhängig von fremden Mühlen herzustellen; durch die Ersparniß des Transportes und des Staubverlustes in fremden Mühlen allein wird in namhafter Weise Vortheil erzielt. Dieß bescheinige ich den Herren J. Pintus u. Comp. hierselbst im Interesse der guten Sache sehr gern, bin auch erbötig, meinen Herren Fachgenossen die Besichtigung meiner Anlage zu gestatten, sowie weitere Auskunft zu ertheilen.

Brandenburg a.d. H., den 9. März 1864.

(gez.) Richard Spitta.