Text-Bild-Ansicht Band 182

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Cassel, im October 1866.

Darapsky,
Major im Generalstabe.

CXXIV. Neue Gießpfanne für die Eisengießerei.

Aus Armengaud's Génie industriel, October 1866, S. 211.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Das Practical Mechanic's Journal brachte neuerlich eine Reihe von Artikeln „über einige die Praxis der Eisengießerei betreffende Punkte,“ denen wir die nachstehenden Mittheilungen über eine neue Gießkelle oder Gießpfanne entnehmen.

Diese Gießpfanne hat eine beinahe cylindrische Gestalt; ihr Boden ist schwach concav geformt, damit sich der erforderliche Beschlag von feuerfestem Thone besser anbringen läßt, und auch der Boden dem Drucke einer starken Charge nicht leicht nachgeben kann.

Fig. 9 stellt die vordere Ansicht derselben dar, Fig. 10 eine Seitenansicht mit theilweisem senkrechtem Durchschnitte.

Sie besteht aus schmiedeeisernen Platten P von 16 bis 18 Millimetern Stärke, welche auf das Sorgfältigste zusammengenietet sind; die Nietköpfe liegen auf der inneren Seite. Am besten ist es, die Nietfugen außen mit einer Deckplatte p zu überlegen und eine zweifache Reihe von Nieten anzuwenden, wie dieß aus der Zeichnung ersichtlich ist. Es ist, obgleich in der Praxis nicht immer üblich, sehr zu empfehlen, die Gießpfanne mit einer Anzahl von Löchern zu versehen, welche 12 bis 16 Millim. Durchmesser haben und etwa 10 Centim. von einander abstehen; mit dieser Einrichtung wird bezweckt, den Gasen und der Luft, welche sich entwickeln, sobald der feuerfeste Thon durch das flüssige Eisen stark erhitzt wird, leichten Austritt zu gestatten. Auf diese Weise wird das Entstehen von Rissen und Sprüngen in dem Thonbeschlage vermieden; auch hält derselbe dann besser, da er bei seiner Anfertigung mehr oder weniger tief in die Löcher eindringt und so Befestigungspunkte findet. Aus diesem Grunde dürfen diese Löcher niemals weniger als 12 Millim. Durchmesser haben, und es ist nicht die mindeste Gefahr

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– in seiner Sitzung vom 14. November bezüglich der Anschaffung eines neuen Gewehres zu dem Resultat gelangt: daß, entsprechend dem Antrag jener Commission, das Winchester-Repetirgewehr (verbessertes Henry-Gewehr) für Infanterie und Scharfschützen, Auszug und Reserve, also für die ganze Bundesarmee angenommen werden soll. Einige Schwierigkeit bei der Fabrication dieser Winchester-Gewehre bietet der Umstand, daß die Expertencommission auf dem kleinen Kaliber von 35–35 1/2 Punkten beharrt. A. d. Red.