Text-Bild-Ansicht Band 182

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Krahnes eingreifenden Hakens etwas verstärkt ist. Die beiden Zapfen, sowie der Reif, müssen aus sehr gutem Eisen geschmiedet werden; der eine dieser Zapfen ist verlängert, damit er einem Zahnrade R als Achse dienen kann, welches in die endlose Schraube v eingreift, deren Achse rechtwinkelig zu dem Aufhängebügel S steht und mittelst einer an ihrem Ende aufgekeilten Kurbel M in Bewegung gesetzt wird.

Mittelst dieser Einrichtung sind höchstens zwei Mann im Stande, die mit flüssigem Eisen gefüllte Gießpfanne nach Belieben zu handhaben, d.h. ihr jede erforderliche Lage zu geben. Man muß nur beim ersten Gebrauche des Apparates sich versichern, ob die beweglichen Theile desselben in Folge ihrer starken Erhitzung nicht eine verschiedene oder ungleiche Ausdehnung zeigen. Eine zweite sehr zu empfehlende Vorsichtsmaßregel besteht darin, das Zahnrad R auf einem quadratisch abgerichteten Theile der Achse zu befestigen und es nicht stramm aufzukeilen, denn da dieser quadratische Achsentheil sich rasch erhitzt, sobald das flüssige Eisen in die Gießpfanne fließt, das Zahnrad aber nicht so schnell und auch an seiner Peripherie nicht gleichmäßig die höhere Temperatur annimmt, so könnten in dem Augenblicke, in welchem die Pfanne mehr oder weniger stark geneigt werden soll, um das Metall in die Formen zu gießen, sehr nachtheilige Verziehungen eintreten.

Damit das flüssige Eisen, welches zuweilen aus einer Höhe von 1 bis 1,3 Meter in die Gießpfanne einfließt, den feuerfesten Beschlag nicht verderben kann, ist es sehr zu empfehlen, den Boden der Pfanne mit einem passenden Stücke von starkem Eisenblech zu bedecken, und dasselbe liegen zu lassen, bis das eingeflossene Metall eine etwa 15 Centimeter starke Schicht bildet, worauf man das Blech mit Zangen aus der Pfanne herauszieht, da das flüssige Eisen nun hoch genug steht, um den Beschlag vor Verletzung schützen zu können.

CXXV. Beschreibung einer Vorrichtung zum mechanischen Entleeren der Kühlröhren bei den Apparaten zur Wiederbelebung der Knochenkohle; von Eugen Langen in Cöln.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Die gekörnte Knochenkohle wird bekanntlich in der Zuckerfabrication zum Reinigen und Klären der Säfte benutzt. Es geschieht dieß, indem