Text-Bild-Ansicht Band 182

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zwischen den Ventilen und dem Schwimmer F mittelst des Hebels L herstellt, der durch die hohle Stange T und das Band G an den erwähnten Schwimmer befestigt ist. Die hohle Stange endigt in ein viereckiges Stück t, welches seine Führung in I erhält; die Stange etc. ist in die hohle Säule J eingeschlossen.

Die Achse a des Hebels L geht durch zwei Stopfbüchsen, deren gemeinschaftliches horizontales Mittelstück mittelst der consolartigen Vorrichtung J' an die Säule J befestigt ist; dieselbe nimmt an ihren Enden die Excentrics b auf, welche durch ein Glied an den Balancier f befestigt sind. Das Lösen der Schraubenmuttern c, welche zur Befestigung des Balancier an die gegliederten Stangen der Excentrics dienen, genügt, um das Speiseventil von der Bewegung des Schwimmers unabhängig zu machen; man regulirt die Lage dieser beiden Organe zu einander mittelst der Schraubenmuttern c'; der Balancier f erhält außerdem seine Führung durch zwei kleine Stücke i, welche auf beiden Seiten an denselben befestigt sind (Fig. 12). Eine Oeffnung j wird über der Achse a in der consolartigen Vorrichtung J' an der hohlen Säule angebracht, um den Hebel L aufstecken zu können, an welchen zwei Federn l befestigt werden, um seine Bewegung weniger heftig zu machen.

Es wäre überflüssig, noch weiter in die Einrichtung und Wirkungsweise des Apparates sowie seiner Details einzugehen. Man sieht, daß der Schwimmer sich frei bewegen kann und daß ihm kein directer Widerstand hinderlich ist. Der Schwimmer wirkt auf das Ventil durch Vermittelung des Hebels mit einer beträchtlichen Kraft, welche durch die immer nur sehr kleinen, durch die Reibung entstehenden Widerstände in keiner Weise abgeschwächt werden kann. Hieraus folgt, daß der Gang des Apparates auch dann ein gesicherter und regelmäßiger bleibt, wenn er sich selbst überlassen ist.

Die mit den ersten Apparaten dieser Art erlangten Resultate haben die Hoffnungen der Erfinder mit Erfolg gekrönt. Die Erfahrung, welche im Verlauf von fast einem Jahre auf dem Hammerwerk zu Imphy (im Nièvre-Departement) an einem verticalen, durch die abziehenden Flammen zweier Glühöfen geheizten Dampfkessel gemacht wurde, hat zu Gunsten des beschriebenen Speiseapparates entschieden. Eine Anwendung desselben auf horizontale Dampfkessel (welche noch viel leichter seyn muß, da die Wassermasse dieser Kessel viel weniger störenden Bewegungen unterworfen ist), wurde ebenfalls auf jenem Hammerwerke bei zwei horizontalen Röhrenkesseln (Farcot'schen Systems) von je 80 Pferdekräften gemacht und hat, wie sich erwarten ließ, ebenso günstige Resultate ergeben.

Der Apparat ist auf alle gebräuchlichen horizontalen und verticalen