Text-Bild-Ansicht Band 185

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sind, wenn es darauf ankommt, die Wirkung der Oberflächenanziehung zu benutzen.

Bei dem Brennen der plastisch-porösen Kohle ist daher besonders darauf zu achten, daß die Temperatur sich nicht bis zur anfangenden Weitzglühhitze erhöht; es würden in diesem Falle nur verkohlte Gegenstände zum Vorschein kommen. Der Hauptgegenstand, welchen die Fabrik von Bühring und Querfeld darstellt, sind Filtrirblöcke oder sogenannte Kohlenfilter. Die Größen derselben sind verschieden, und der Preis richtet sich nach Umfang und Höhe derselben, ist jedoch in Hinsicht auf die Wirksamkeit ein überaus niedriger zu nennen.

Die heberartigen Filter werden unseren Lesern zur Genüge bekannt seyn; nur sey hier bemerkt, daß die Gummiröhrenfabrik in Harburg augenblicklich nicht so viel Schläuche von der gangbaren Sorte liefern kann, als die genannte Fabrik braucht; es wird deßhalb eine Gummiröhrenfabrik in Minden zu Hülfe gezogen.

Außer den Filtern, die augenblicklich vorherrschen und bei den abscheulichen Wasserverhältnissen sehr am Platze sind, werden Pfeifenköpfe, welche den Tabakssaft absorbiren, Cigarrenspitzen, Streichplatten für Zündhölzer, Keimplatten zur Prüfung der Keimfähigkeit des Samens etc. fabricirt. Als besonders wichtig und empfehlenswerth halten wir die „Kohlenplatten für Krankenzimmer.“ Platten aus Kohlen von verschiedener Größe werden an die Wand eines Krankenzimmers gehängt und mit einer verdünnten Säure angefeuchtet. Die condensirenden Eigenschaften der Kohle und die Verwandtschaft der Säure für Ammoniak befreien die Luft des Krankenzimmers von vielen schädlichen Beimischungen.

Die Industrie der plastisch-porösen Kohle ist jetzt noch im Entstehen begriffen, wird aber voraussichtlich von bedeutender volkswirthschaftlicher Wichtigkeit werden. (Hamburger Gewerbeblatt.)

LX. Ueber die Elasticität, Dehnbarkeit und absolute Festigkeit des Eisens und Stahles; von Knut Styffe.

Aus den Jern contorets Annaler für 1866 im Auszuge mitgetheilt in der österreichischen Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen, 1867, Nr. 10.

Im Jahre 1862 wurde in Schweden ein Comité niedergesetzt, welches den Zweck hatte, über die Brauchbarkeit des schwedischen Eisens und