Text-Bild-Ansicht Band 195

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somit die durch den vorwärtsgeschobenen Kolben verdrängte Luft durch k und das offene Ventil freien Abzug in die Atmosphäre erhält, so lange eben der Ueberdruck im Inneren der Leitung anhält.

Geht der Depeschenkolben K vorbei (Fig. 4), so dreht er die vorgenannte verzahnte Scheibe i, der Bolzen o wird zurückgezogen, also außer Verbindung mit dem Diaphragma gebracht, das Ventil f steigt gegen seinen Sitz, zufolge der unter demselben angebrachten Spiralfeder s, schließt demnach den weiteren Zutritt der Luft ab und hindert natürlich auch den Austritt der hinter dem weitergetriebenen Kolben nachrückenden comprimirten Luft.

Hört der Druck in der Leitung in Folge des Anlangens des Briefkolbens an der Endstation auf, so bleibt das Ventil f in der angenommenen Stellung (wegen der Spiralfeder s), aber das Diaphragma d wird durch die Wirkung der Spiralfeder s niedergezogen, das rechte Balancierende gehoben, der Bolzen o durch die Feder n veranlaßt in das Loch der Ventilstange h einzuschnappen, und so in Allem die Verbindung für die Ruhelage hergestellt, wie sie in den Zeichnungen auch angenommen ist.

Wird der Depeschenkolben entgegengesetzt angesaugt, die Luft im Leitungsrohr R. verdünnt, so wird das Diaphragma durch den äußeren Druck kräftiger niedergehalten als das Ventil, welches dennoch geschlossen bleibt. Der vorbeipassirende Kolben K jedoch löst die Verbindung mit dem Balancier (durch die Scheibe i) aus und das Ventil wird geöffnet, indem die atmosphärische Luft dem angesaugten Depeschenkolben nachdrängt.

Ist der Weg des letzteren beendet, so hört das Nachsaugen der Luft auf, das Ventil bewegt sich aufwärts (durch Wirkung der Spiralfeder s), der Verbindungsbolzen o schnappt neuerdings ein und die normale Lage der Ventilanordnung ist hergestellt.

J. Z.

X. Lagillardaie's Heberpumpe.

Nach Armengaud's Génie industriel, October 1869, S. 169.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

Die im Folgenden beschriebene Heberpumpe (pompe-siphon oder siphon aspirant) gestattet die directe Anwendung eines Gefälles, mit Umgehung aller durch dasselbe getriebenen Motoren, behufs Hebung einer der betreibenden gleichartigen oder verschiedenen Flüssigkeit.