Text-Bild-Ansicht Band 197

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im Jahre von erlangten
Patenten
die Abgabe von
50 Pfd. Sterl.
nach 7 Jahren
die Abgabe von
10 Pfd. Sterl.
nach 14 Jahren
1854 1876 621 205
1855 2044 513 140
1856 2494 551 195
1857 2028 573 214
1858 1954 584 221
1859 1975 540 197
1860 2061 512 217
1861 2047 575 194
1862 2191 646 179
1863 2094 632 214

Etwas über ein Viertel überschritt demnach die Schutzfrist von sieben und ein Zehntel die von vierzehn Jahren. (Berggeist, 1870, Nr. 65.)

Sagebien's Wasserrad.

In einem Bericht (im Bulletin de la Société d'Encouragement, April 1870) über die seit mehr als einem Jahrzehnt bekannten und ausgeführten unterschlägigen Sagebien-Wasserräder (beschrieben im polytechn. Journal, 1866, Bd. CLXXXI S. 337) führt Tresca die außerordentlichen Vorzüge dieser Radgattung aus, welche nicht die entsprechende Würdigung erfahren habe, und faßt diese Ausführung in folgenden Schlußfolgerungen zusammen: 1) das Sagebien-Wasserrad ist eminent günstig für die Ausnutzung geringer Gefälle; 2) seine effective Leistung erreicht und übersteigt 80 Proc., selbst wenn der Wasserstand innerhalb weiter Grenzen variirt; 3) dieser Wirkungsgrad ist vollkommen gesichert, wenn das Rad nur 1 1/2 bis 2 Umdrehungen pro Minute macht; 4) bei dieser langsamen Bewegung hat diese Radgattung in mehreren Fällen einen Wirkungsgrad von mehr als 80 Proc. ergeben, selbst wenn die Messung an einer 40 bis 60mal per Minute rotirenden Welle vorgenommen wurde; 5) die Breite des Rades ist bei gleicher Wassermenge viel geringer als die des Kropfrades, weil man das Wasser in bedeutend höherem Strahle in das Rad eintreten lassen kann, und zwar in einer Höhe welche 2 Meter erreichen und übersteigen kann. L. (Bayerisches Industrie- und Gewerbeblatt, 1870 S. 216.)

Neuer Wassermesser.

J. A. Müller in Holland hat einen Wassermesser eigenthümlicher und (ob sich nun derselbe praktisch bewährt oder nicht) recht sinnreicher Einrichtung construirt.

Zur Bewegung des Zählwerkes wird ein Luftstrom benutzt, welcher mittelst des durch ein Rohr fließenden Wassers erzeugt wird und in Folge dessen die äußere Luft durch die Leitung in ein horizontales drehbares, an beiden Enden nach entgegengesetzten Richtungen durchlöchertes Rohr gelangt, dieses aber beim Austritt aus den Oeffnungen in Umdrehung versetzt (eine Anordnung ähnlich dem Segner'schen Wasserrade).

Die Umdrehungen dieser Drehröhre, um so größer an Zahl je größer die den Apparat passirende Flüssigkeitsmenge ist, werden in geeigneter Weise auf den Registrirmechanismus übertragen.

Diese Vorrichtung kann auch als Gasuhr benutzt werden; auch wird dieselbe als Geschwindigkeitsmesser für Ströme vorgeschlagen.

Wir beschränken uns auf diese Notiz, da die Abbildungen in unserer Quelle (Engineer, Mai 1870, S. 319) nicht genügend deutlich sind.

Neue Nähmaschine für die Handschuhfabrication.

Es ist bekannt, daß, trotz der vielseitigen Anwendung welche auch bei uns in der neueren Zeit die Nähmaschinen gefunden haben, es bis jetzt keine Maschine gegeben