Text-Bild-Ansicht Band 199

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XXI. Selbststellende Feld-Windmühle nebst Schöpfapparat; von H. Haedicke, Marine-Ingenieur in Kiel.

Mit einer Abbildung auf Tab. III.

Diese Feld-Windmühle hat den Zweck, auf eine leichte Weise die Kraft des Windes zu untergeordneten Zwecken bei geringen Arbeitsanforderungen auszunutzen. Sie muß aus diesem Grunde leicht transportabel, leicht und einfach ausführbar, möglichst billig und besonders selbststellend seyn, damit sie keine weitere Behandlung als etwa die eines zeitweisen Schmierens erfordert.

Ein an einem geeigneten Punkte eingegrabener Pfahl enthält einen langen eisernen Zapfen a, Figur 7, auf welchem ein conisches Rad b mit einer langen Nabe läuft. Die obere Hälfte dieser Nabe ist auf einen geringeren Durchmesser abgedreht und dient zur Aufnahme eines Ringes c, welcher nach rechts in die Flügelwelle d, nach links in den Arm e mit dem das Gewicht der Flügel etc. ausgleichenden verstellbaren Gegengewicht f ausläuft.

Die Welle d trägt ein kleines conisches Rad g, welches in das erstgenannte (b) eingreift und mit einem im Theilkreise liegenden Ringansatz auf einem diesem entsprechenden des Rades b ruht. Das Rad g enthält die Naben h zur Aufnahme der eisernen Flügelarme, an welchen sich die aus dünnem Eisenblech gefertigten (ebenen) Flügel befinden. Die schräge Lage dieser Flügel ist durch die Zugstangen i von dem Ende der Flügelarme aus gesichert, und diese sind wieder durch die Streben k in Verbindung mit dem Zugorgan l gegen den Druck des Windes abgesteift.

Eine durch den Wind bewirkte Drehung der Flügel wird sich, wenn die Achse derselben auf irgend eine Weise an der Drehung um den Zapfen a (oder die Nabe des Rades b) verhindert wird, auf das conische Rad b fortpflanzen. Die Nabe dieses Rades enthält in ihrem oberen Ende einen Zapfen der Säule m festgekeilt, dessen Kopf gegen den des Zapfens a liegt, welcher also das ganze System trägt.