Text-Bild-Ansicht Band 199

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XLVII. Rohrdichtung von W. C. Homersham in Kentish-Town.

Nach dem Engineer. October 1870, S. 242 und Engineering, November 1870, S. 394.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Der Ingenieur Homersham ließ sich die in Figur 20 bis 22 skizzirte Rohrverbindung und Dichtung patentiren. Er verwendet zur Dichtung anstatt Seil- oder Hanfpackung enge Bleiröhrchen C, welche um den Röhrenhals A gewickelt werden. Ist der Röhrenmuff aufgeschoben, so schlägt man behufs besserer Dichtung die Bleiröhrchen etwas zusammen und gießt zum Schluß einen Bleiring B auf.

Nach Angabe des Patentträgers soll diese Rohrdichtung die Kosten einer gewöhnlichen, zuverlässigen Packung nicht viel übersteigen, dabei aber an Arbeit bei dem Legen einer Rohrleitung ersparen.

XLVIII. J. Haag's patentirter hydraulischer Teleskop-Aufzug.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Die bisher in England und Frankreich ausgeführten hydraulischen Aufzüge bestanden aus einem hydraulischen Cylinder, dessen Länge der totalen Höhe auf welche der Aufzug sich heben sollte, vollkommen entsprechen mußte. Für ein Haus mit 4–5 Etagen, deren jede 15 Fuß Höhe hat, muß also der hydraulische Cylinder 60 bis 75 Fuß Länge erhalten. Die Bohrung der Löcher für so lange Cylinder, und das Versenken derselben ist in den meisten Fällen, besonders bei schon bestehenden Gebäuden kaum ausführbar, und wenn auch, ungemein kostspielig.

Der Hrn. Joh. Haag, Maschinen- und Röhrenfabrikant in Augsburg, patentirte hydraulische Teleskop-Aufzug ist der Art construirt, daß man bei einer Höhe von 60 bis 75 Fuß nur eine Tiefe von 15 bis 20 Fuß nöthig hat, je nachdem man ein drei- oder mehrfaches Teleskop anwendet. Eine Tiefe von 15 Fuß kann aber in jedem Haus mit Leichtigkeit hergestellt werden, da schon das Souterrain dieser Höhe beinahe