Text-Bild-Ansicht Band 199

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die Druckhebel befestigt und lassen sich mit den weiteren Pumpenplungern durch eine rasch herzustellende Flantschverbindung kuppeln, wie dieß rechtsseitig in Figur 8 angedeutet ist.

Soll die zu prüfende Röhre rasch mit Wasser angefüllt werden, so setzt man nach vorgenommener Kuppelung die weiten Plunger in auf- und abgehende Bewegung, bis nach vollendeter Füllung und nachdem der Druck von etwa 2 Atmosphären im Rohr erreicht ist, diese Plunger losgelöst und an die Pumpencylinder befestigt werden, wie in Figur 8 links zu ersehen ist. Es werden nun die 1 1/2 zölligen Preßplunger allein in Thätigkeit gesetzt, bis der Druck 20 Atmosphären erreicht hat.

Das Wasser aus der Röhre fließt nach vollendeter Probe in den unteren trogartigen Gestelltheil, welcher mit den Pumpen durch ein Verbindungsrohr communicirt.

LXXI. Festigkeits-Probirapparat für Cement, von Michele und Carrington in Weybridge.

Nach dem Engineer, December 1870, S. 426 und Engineering, December 1870, S. 465.

Mit Abbildungen auf Tab. VIII.

Zur Erprobung der Festigkeit von Cementsteinen hat der Ingenieur W. Carrington nach der Idee von V. de Michele den in Fig. 15 und 16 skizzirten Apparat construirt, welcher bereits mit günstigem Erfolg in verschiedenen Etablissements eingeführt wurde.

Der Cementstein A wird zwischen zwei Bügeln B, B gefaßt, welche durch Schraubenbolzen lose verbunden sind, wie dieß in Fig. 15 ersichtlich ist. Dreht man an dem unten gelagerten Handrädchen, an dessen Achse eine Schraube ohne Ende in einen Radsector eingreift, so wird zufolge der Verbindung des letzteren mit dem unteren Bügel ein successiv steigender Zug auf den Stein ausgeübt, wobei das Gewicht G allmählich aufwärts steigt und einen auf die Scala einspielenden Zeiger mitnimmt. Findet endlich der Bruch statt, so fällt das Gewicht herab, während der Zeiger auf der Scala an jener Stelle verbleibt, welche dem Moment des Zerreißens entspricht.

In Folge der losen Schraubenverbindung der beiden Bügel B entfernen