Text-Bild-Ansicht Band 199

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bewerkstelligt und im Condensator Luft und Kühlwasser in Berührung bleiben.

Die Hauptbestandtheile der Mignot'schen Eismaschine bilden der Compressionscylinder A, der Condensator G und der Expansionscylinder B. An den beiden Enden jedes Cylinders sind zur Zu- und Abführung der Luft je zwei Ventile angebracht, welche auf entsprechende Weise geöffnet und geschlossen werden können.

Ist die Maschine im Gange, so tritt atmosphärische Luft abwechselnd durch die Saugventile a¹ und a⁴ in den Compressionscylinder A ein, während die comprimirte und mit Einspritzwasser gemischte Luft durch die Druckventile a² und a³ zunächst in den Kasten S (Figur 3) gelangt, von wo das Kühlwasser oben in den Condensator G, die verdichtete Luft aber durch die Röhre s unten in den Condensator geleitet wird.

Das Einspritzwasser liefert die von der Kurbelwelle aus getriebene Pumpe M, welche mittelst zweier Rohre mit den beiden Enden des Compressionscylinders in Verbindung steht.

Wie aus den Abbildungen zu entnehmen ist, sind im Condensator mehrere schwach geneigte Abtheilungsböden angebracht, über welche das Kühlwasser hin- und herfließt und endlich durch die Röhre r entweicht, um wenn erforderlich nach genügender Abkühlung von Neuem verwendet zu werden. Die verdichtete, abzukühlende Luft, unten in den Condensator eintretend, durchstreicht denselben entgegen der Wasserströmung und gelangt endlich durch die Ventile b¹ und b⁴ in den Expansionscylinder B, welcher vermittelst der Ventile b² und b³ mit dem Kühlraum communicirt.

Mignot construirte auch einen kleineren, einfach wirkenden Apparat zur Kälteerzeugung für Handbetrieb, welchem gleichfalls das Eingangs angegebene Princip zu Grunde liegt.

XCVI. Kittoe und Brotherhood's biegsame Rohrverbindung.

Nach Engineering, December 1870, S. 475.

Mit einer Abbildung.

Nach einem im Jahre 1869 ertheilten Patent haben Kittoe und Brotherhood in London die für gewisse Fälle sehr zweckmäßig scheinende