Text-Bild-Ansicht Band 199

Bild:
<< vorherige Seite

in deren Nabe ein Gewinde eingeschnitten ist, welches auf die an der Achse des Seilrades angebrachten Schraubengänge paßt. Zu beiden Seiten des Kettenrades befinden sich lose Sperrräder und neben diesen je eine festgekeilte Frictionsscheibe. Das Ganze ist in einem Gehäuse eingeschlossen, nur das Seilrad dreht sich frei um.

Zum Heben der Last zieht man den betreffenden Seiltheil an, und in Folge einer geringen Drehung der Achse der Seilscheibe drückt sich durch die Seitenverschiebung des Kettenrades (hervorgerufen durch die Schraubengewinde) das eine Sperrrad fest gegen die benachbarte Frictionsscheibe an, so daß bei einem etwaigen Loslassen des Zugseiles das Herabfallen der Last durch eine in das festgehaltene Sperrrad einfallende Klinke verhütet wird.

Soll aber die Last herabgelassen werden, so zieht man den anderen Seiltheil an; durch die Rückdrehung der Seilscheibe und der Achse mit dem Schraubengewinde lüftet man die Frictionskuppelung der Sperrvorrichtung und die Kettenscheibe wird frei. Sowie aber der Zug nachläßt, wird durch die Last selbst die Kettenscheibe gedreht, seitlich verschoben, die Frictionskuppelung neuerdings wirksam und die Last schwebend erhalten.

Da die Last abwechselnd auf beide Kettenhaken aufgehängt werden kann, die Kettenscheibe also nach beiden Seiten hin gesichert werden muß, so ist deßhalb die Frictionssperrung beiderseits angeordnet.

CXIX. Verbesserte Nähmaschinen-Anlage für großen Fabrikbetrieb.

Nach dem Scientific American, Februar 1871, S. 86.

Mit einer Abbildung auf Tab. XII.

Die zu beschreibende Verbesserung in der Aufstellung der Nähmaschine beliebiger Construction hat den Zweck, ohne Unterbrechung große Längen von Stoffen bequem zusammennähen zu können, wie dieß in manchen Industrien, wie in Appreturanstalten, Druckereien, Bleichereien, Sackfabriken u. dergl. nicht selten nothwendig ist.

Die eigentliche Nähmaschine irgend einer geeigneten Construction ist bei A, Fig. 17, angebracht und durch das Gestell B unterstützt, welches zugleich zur Lagerung der Hauptwelle mit Riemenscheiben dient. Der Antrieb erfolgt mittelst des Riemens C.