Text-Bild-Ansicht Band 206

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mit Stulpliderung verbunden. Dieser Kolben hat genau denselben Durchmesser wie das Ventil, und ist somit auch dem gleichen Wasserdruck, nur in entgegengesetzter Richtung, ausgesetzt. Die Wasserhöhe des Schwimmers ist es also allein, welche die Speisung bestimmt. Hieraus ergibt sich eine große Empfindlichkeit des Apparates, welche eine Kugel und einen Hebel von verhältnißmäßig kleinen Dimensionen anzuwenden gestattet.

Der Schwimmer mit äquilibrirtem Ventil arbeitet bei der Wasserversorgung mit einer Regelmäßigkeit welche nichts zu wünschen übrig läßt; auch kommt er bei seinem einfachen Mechanismus nicht leicht in Unordnung. Da er nicht so voluminös ist, wie andere Schwimmer, so läßt er sich leichter anbringen. Die Erfinder construiren Schwimmer von verschiedener Stärke, mit Mündungsdurchmessern welche von 15 bis 60 Millimeter variiren.

IV. Hähne, welche zur Vermeidung der hydraulischen Stöße langsam schließen; von Broquin und Lainé in Paris.

Nach der Chronique de l'Industrie, August 1872, S. 216.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

In Fig. 14 und 15 sind zwei Hähne mit langsamem Schluß, nach der sinnreichen Construction von Broquin und Lainé, im Verticaldurchschnitte dargestellt. Da sich beide Hähne nur durch die Lage der Haupttheile unterscheiden, im Uebrigen aber einander ganz ähnlich sind, so wird eine kurze Beschreibung der Einrichtung und Wirkungsweise des in Fig. 14 abgebildeten, welchen die Erfinder „Katarakthahn“ (robinet à cataracte)4) benennen, genügen. Dieselbe Beschreibung paßt zugleich auf den Apparat Fig. 15, welcher einfach den Namen „pneumatischer Hahn“ führt.

Zum Oeffnen des Hahnes genügt ein Druck auf den Knopf A. Die Spindel B theilt die Bewegung dem Ventil C mit; zugleich tritt der Kolben D mit seiner Stulpliderung in den Cylinder E. Bei dieser

4)

Die Erfinder bedienen sich dieser Bezeichnung, weil die Verlangsamung des Schlusses durch eine dem sogenannten „Katarakt“ der Cornwaller Dampfmaschinen analoge Vorrichtung erzielt wird. A. P.