Text-Bild-Ansicht Band 214

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Nähere Umstände der
Explosion.
Zerstörung des Feuerrohres 5 5 3 4 4 4 6 2 7 40
Zerstörung der Boden- oder
Kopf-Platte

4


1

1

2

3

1

2

3

17
Abreißen der Verbindungsstutzen 1 1 2
Zerstörung des Außenkessels 2 1 1 2 3 3 4 1 17
Zerstörung des Oberkessels 3 1 3 1 1 9
Zerstörung der Kesselplatte über
dem Feuer

1

2

1



2

2

1

2

11
Zerstörung anderer Platten 1 2 2 3 1 4 2 15
Wahrscheinliche
Ursachen der Explosion.
Wassermangel 1 5 4 4 1 2 1 6 25
Uebermäßige Dampfspannung 1 1 1 3 1 7
Schlechtes Material 2 2 2 6
Schwache Construction des
Feuerrohres

4

2


1



2


2

11
Abnützung 1 1 3 2 5 5 3 2 22
Kesselstein 2 2 1 5
Ungeeignete Beschaffenheit
Dampfentwicklers

1


1

1


2

2

1

1

9
Unbekannt 5 4 2 3 3 2 3 4 26

In 4 Fällen war die Abnützung durch saures Speisewasser bewirkt; 5 Mal waren die Bleche durchgerostet; 3 Mal wurde Siedeverzug, 1 Mal eine Kohlenoxydexplosion angenommen (vergl. dies Journal, 1874 Bd. CCXII S. 219; Bd. CCXIII S. 299 und 300).

Anmerkung. Die Zahlen für die Jahre 1864–1868 ergeben nur die in den acht älteren Provinzen, die für 1869 und folgende die im ganzen preußischen Staate vorgekommenen Explosionen. – Kochkessel, welche einer gewerbepolizeilichen Genehmigung nicht bedürfen, sind nicht berücksichtigt.

Behandlung von Färberei-Abflußwässern; von Higgin und Stenhouse.

Um die Arsen- und Phosphorsalze aus den zum Fixiren (dem sogenannten „Kothen“) der Beizen gebrauchten Lösungen wiederzugewinnen, verfahren die Patentinhaber folgendermaßen: Das Abflußwasser wird mit einem Eisen- oder Mangansalze vermengt, das Gemenge durch Zusatz von Kalkmilch alkalisch gemacht und absetzen gelassen. Der das Arsen und den Phosphor enthaltende Niederschlag wird, nach Decantiren der darüberstehenden, klaren Mutterflüssigkeit, auf Tuchfiltern drainirt, eine Probe desselben auf Gehalt von Basen geprüft und die ganze Masse mit soviel Einfach-Schwefelnatrium versetzt, daß ein Aequivalent dieses letzteren auf je ein Aequivalent Base entfällt; das so erhaltene Gemisch wird mit Wasser flüssig gemacht und in mit Dampf erhitzten Pfannen zwei Stunden lang gekocht. Die resultirende klare Lösung enthält arsenig-, arsen- und phosphorsaures Natron; sollte in derselben auch ein wenig Schwefelnatrium zugegen sein, so oxydirt man es mittels unterchlorigsauren Natrons. Die Lösung ist nun zu neuem „Kothen“ verwendbar; in Fällen, wo sie zu alkalisch befunden wird, neutralisirt man mit einer Mineralsäure. Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1874 S. 1298.)