Text-Bild-Ansicht Band 215

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Analysen von Weichblei.

A. Eschka hat zwei Muster von Weichblei der Bleiberger Bergwerks-Union in Kärnten untersucht: I. von der Röstperiode; II. von der Preßarbeit:

I. II.
Kupfer 0,00069 0,00075
Silber 0,00025 0,00025
Antimon
Arsen
Spuren 0,00703
0,00721
Eisen 0,00055 0,00088
Nickel Spur
Zink 0,00076 0,00082
Schwefel 0,01476 0,01785
Blei (aus dem Abgange) 99,98299 99,96521
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100,00000 100,00000.

(Berg- und hüttenmännisches Jahrbuch, 1874 S. 389.)

Verzinnen eiserner Stifte; von Wiley.

Zinkchlorid wird mit einer größeren Menge Oel verrieben und in einem oscilirenden Topfe erhitzt. Sobald das Gemenge die rechte Temperatur angenommen hat, wirft man die zu verzinnenden Stifte und die gehörige Menge metallischen Zinns in den Topf, läßt die Stifte darin für einige Secunden, schöpft sie mit Drahtnetzen heraus und wirft sie in Wasser. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1874 S. 1465.)

Ueberziehen der Messing- und Bronze-Arbeiten mit Goldfirniß.

Einen Goldfirniß zum Ueberziehen von Messing- und Bronzewaaren, um diesen das Ansehen einer schönen Vergoldung zu geben, erhält man aus 16 Grm. Gummilack, 4 Grm. Drachenblut, 1 Grm. Curcuma-Wurzeln und 332 Grm. rectificirtem Weingeist. Dünn und nach allen Richtungen hin streicht man den Firniß mit einem Schwamm auf das Metall, welches man gleich darauf über einem schwachen Kohlenfeuer erwärmt. Anfangs zeigt sich der Ueberzug matt und blind, aber bald nachher gleicht er der schönsten Vergoldung. Die fertig zubereiteten spirituösen Firnisse müssen in gut verschlossenen Gefäßen aufbewahrt werden. (Deutsche illustrirte Gewerbezeitung, 1874 S. 280.)

Kitt zur Befestigung des Kautschuks auf Metall.

Da man sich zur Herstellung von Verbindungen zwischen Dampf- und anderen Röhren und Apparaten gegenwärtig fast ausschließlich der Kautschukplatten und Kautschukringe bedient, so wird die Unmöglichkeit, eine dichte Verbindung zu Stande zu bringen, öfters sehr unangenehm empfunden. Durch Anwendung eines Kittes, welcher ebensogut am Kautschuk als am Metall oder Holz haftet, läßt sich jedoch der bezeichnete Uebelstand gänzlich beseitigen. Dieser Kitt wird bereitet, indem man pulverisirten Schellack in dem 10 fachen Gewichte starken Ammoniaks einweicht, wodurch man eine durchscheinende Masse erhält, welche in 3 bis 4 Wochen, ohne Anwendung von heißem Wasser, flüssig wird. Diese Flüssigkeit macht den Kautschuk weich; nach Verflüchtigung des Ammoniaks erhärtet er jedoch und wird für Gase und Flüssigkeiten undurchdringlich. (Pharmaceutische Centralhalle, Polytechn. Notizblatt, 1875 S. 16.)