Text-Bild-Ansicht Band 215

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Platte, die fest auf einem Stative und mit Hilfe von zwei Libellen horizontal gestellt werden kann. Auf der Platte A drehbar ist die Boussole angebracht, welche um eine horizontale Achse drehbar die Diopter trägt. Höhenwinkel werden am Halbkreis C, welcher mit den Dioptern fest verbunden ist, mittels eines Senkels abgelesen. Ein Nonius an der äußeren Compaßfläche gestattet die Azimuthe an der Theilung A auf 3 Minuten genau abzulesen. Die Azimuthe werden doppelt abgelesen: an der Theilung A und durch die Compaßtheilung mittels der Magnetnadel; es ist so eine Controle der Beobachtungen möglich, da die zweifach erhaltenen Azimuthwinkel übereinstimmen müssen. Eine Veränderung in der Stellung des Instrumentes wird sofort sich anzeigen.

Im Iron (December 1874 S. 713) findet sich ein ähnliches Instrument. Dasselbe besteht aus einer um eine verticale Achse drehbaren Boussole. Ueber dieser ist ein verticaler Halbkreis angebracht, welcher die Theilung zu den Höhenwinkeln trägt. Die Einrichtung der Diopter ist ganz so wie bei dem hier abgebildeten Instrumente.

Lyall's Drahtwebstuhl.

Mit Abbildungen auf Taf. V [b/3].

Der Webstuhl von J. Lyall in New-York, der bereits in diesem Journal (1869 194 99) beschrieben ist, wird neuerdings auch für Drahtweberei angewendet. Die wesentliche Abweichung des Lyall'schen Stuhles von anderen Constructionen besteht darin, daß die Schütze nicht durch das Fach geschleudert, sondern durch einen unterhalb der ausgespannten Kette hinlaufenden Wagen a (Fig. 20) unausgesetzt hin und her geschoben wird. Die Bewegung dieses Wagens erfolgt zunächst durch eine Kurbel b, deren Stange c auf einen aufrechten Hebel d wirkt; am oberen Hebelende befindet sich ein Getriebe, welches auf einer gekrümmten Zahnstange ee hin und her läuft, dabei sich also wechselsweise nach rechts oder links dreht und auf einer an ihr befindlichen Trommel die vom Schützenwagen aus nach rechts und links und über Leitrollen gehenden Seile f zum Zwecke der Schützenbewegung auf- und abwickelt. An sich würde die Kurbel der Schütze dadurch schon eine solche Bewegung geben, daß sie zuerst langsamer aus der Ruhe in eine schnellere Bewegung und aus dieser wieder gegen das Ende ihres Laufes hin nach und nach in Ruhe versetzt wird. Diese ungleichförmige Bewegung wird nun noch dadurch etwas abgeändert, daß die Kurbelstange mit ihrem Ende nicht fest an