Text-Bild-Ansicht Band 215

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4. Betriebsresultate.

Die Fabrik war nicht immer in vollem Betrieb; selbstverständlich erhöhen sich bei schwächerem Betrieb sämmtliche Spesen. Nachstehende Resultate wurden bei vollem Betriebe erzielt, und zwar bei einer Monatsproduction von 22.500 Kilogrm. Salpeter.

Löhne für 50 Kilogramm.

Für Emballage (Tagelohn eines Böttchers fl. 1. 60 kr) 2,7 kr.
Für Wochenlöhne (1 Maschinist à fl. 2. 20 kr. pro Tag, 2 Heizer
à fl. 1. 70 kr., 2 Werkmeister à fl. 2; 2 Wächter à fl. 1.
50 kr.; 1 Schlosser à fl. 1. 70 kr.)


7,2 kr.
Für Tagelöhne 32,3 kr.

Verbrauch für 50 Kilogramm.

Kohle (Kleinkohle) 55,5 Kilogrm.
Chilisalpeter à 95 Proc. 46,55 „
Chlorkalium à 80 Proc. 48,6 „
Schmieröl 0,036 „
Unschlitt 0,008 „
Putzsetzen 0,001 „
Beleuchtung: Petroleum 0,035 „
Rüböl 0,075 „

Hingegen wurden bei Verarbeitung von 80 bis 90proc. Chlorkalium 40,6 Kilogramm Salz pro 50 Kilogrm. Salpeter erzeugt.

Calcinglas; von Dr. Fritz Guhrauer.

Bei directer gewöhnlicher Schmelze, unter Anwendung des Glaubersalzes als Alkali, ist es bisher noch nicht gelungen, ein genügend farbloses Glas zu erhalten, welches eine Verarbeitung zu Hohlwaaren gestatten würde. Allerdings gebührt, und zwar ausschließlich den Spiegelhütten der französischen Actiengesellschaft zu Stolberg bei Aachen, Mannheim, St. Gobain etc. das Verdienst, mit Glaubersalz ein Glas darzustellen, welches an Reinheit, Farblosigkeit und Schönheit zur speciellen Verwendung für Spiegelscheiben nichts zu wünschen übrig läßt. Wollte man jedoch dieses Glas für Hohlwaaren, Halbkrystall-Artikel nutzbar machen, so würde dasselbe die hierfür gewünschte Qualität keineswegs ergeben, da es bereits bei einer Stärke von wenigen Centimeter eine entschieden auffallende Färbung zeigt. Die Ursache, weshalb ein mit Glaubersalz auf gewöhnlichem Wege fabricirtes Glas eine totale Farblosigkeit nicht zuläßt, geht aus folgendem hervor.