Text-Bild-Ansicht Band 217

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dreier Zwischenräder C, deren Zapfen in einer losen Scheibe E gelagert sind. So lange daher die Scheibe E nicht an der Umdrehung gehindert wird, ist auch das Antriebsrad B nicht im Stande, seine Bewegung auf den Zahnkranz D zu übertragen, sondern es rotirt einfach die Scheibe E zwischen dem festen Zahnkranz D und dem bewegten Rade B.

Um somit die Trommel in Bewegung zu setzen, muß erst der Maschinenführer die Scheibe E festhalten, und dies erreicht er durch Anziehen eines über E gezogenen Bremsbandes mittels des Hebels H, worauf die Zapfen der Räder C stationär bleiben und die letzteren somit geeignet sind, die von B ausgeübte Kraft auf den Zahnkranz D der Seiltrommel zu übertragen. Ein über die Scheibe D gelegtes Bremsband, das gleichfalls von dem Hebel H dirigirt wird, gestattet bei Auslösung der Scheibe E sofort die Windetrommel festzuhalten und ihre Rückdrehung zu verhindern, so daß dem Maschinisten die momentane Arretirung der Last in jeder beliebigen Stellung möglich ist, ohne die Maschine abstellen zu müssen.

Dies erleichtert außerordentlich die Handhabung der Dampfwinde und vermindert zugleich die Gefahr vor Brüchen im Mechanismus, so daß dieses unscheinbare, aber wohl durchdachte Detail volle Beachtung verdient.

M.

Geneste und Herscher's Condensationswasser-Ableiter.

Mit einer Abbildung auf Taf. I [d/4]

Der wesentlichste Theil des vorliegenden, in Fig. 16 skizzirten Condensationswasser-Ableiters besteht aus einem Schwimmer, welcher auf einen die Wasserabflußöffnung deckenden Schieber wirkt; der Apparat bietet also principiell nichts Neues. Das Schwimmergewicht ist aber äquilibrirt, was einen energischeren Auftrieb des Schwimmers unter sonst gleichen Umständen anderen Apparaten gegenüber bedingt, umgekehrt also für gleiche Empfindlichkeit kleinere Dimensionen des Apparates zulässig macht.

Der Schwimmer C und das gleichschwere Gegengewicht D sitzen an den Enden eines doppelarmigen Hebels, welcher um seine horizontale Achse oscilliren kann; die Bewegung der letzteren wird durch Getriebe und Zahnstange auf den Schieber übertragen, welcher je nach der Stellung des Schwimmers die Mündung des Wasserabflußrohres B mehr oder minder offen resp. ganz geschlossen hält. Der Apparat wird bei A