Text-Bild-Ansicht Band 217

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Füllung Druck (Atmosphären) Pferdestärken Güteverhältniß
im Schieberkasten mittlerer im
Cylinder
indicirt gebremst Procent
0,1 6,45 1,85 18,8 16,3 85,2
0,15 6,65 2,28 29,0 23,5 81,3
0,2 6,30 2,27 63,8 52,7 83,3
0,3 6,80 3,28 46,3 41,2 88,9
0,4 6,00 3,65 53,6 46,9 87,0
0,5 5,80 4,25 51,6 46,5 85,4
0,6 5,80 4,28 51,6 46,5 90,2
0,7 3,10 2,28 27,8 24,6 88,2

Eine Maschine von 300mm Bohrung und 0m,60 Hub soll bis 89e an die Bremse abgegeben haben, ohne im Mindesten zu vibriren, welches gute Ergebniß der Balkenform zugeschrieben wird.

Gegendampf-Apparat für Locomotiven; von Harmignies.

Mit Abbildungen auf Taf. II [a/1].

Nach der Revue industrielle, Juni 1875, S. 194.

Es ist eine bekannte Thatsache, daß der Lechatelier-Apparat (vergl. 1866 181 73. 1870 195 8), welcher seit 10 Jahren mit so großem Vortheile dazu benützt wird, um durch Umlegung der Steuerung auf den Rückwärtsgang die im Gange befindliche Locomotive zu bremsen, eine gewisse Geschicklichkeit des Locomotivführers in der richtigen Bemessung des einzuspritzenden Dampf- und Wasserquantums erfordert, weil einerseits bei zu geringer Wasserzuführung die Cylinder und Schieber überhitzt werden und selbst Gefahr laufen durch eintretende Heizgase Schaden zu leiden, während andererseits bei übermäßiger Wasserzuführung durch das Wasserwerfen des Rauchfanges mannigfache Unbequemlichkeiten entstehen. Hierin ist vielleicht auch der Grund zu suchen, daß das Bremsen von Eisenbahnzügen durch Reversirung der Locomotive noch lange nicht die allgemeine und regelmäßige Anwendung gefunden hat, welche bei den vielen Vorzügen dieses Systemes wohl zu erwarten wäre.

Ein äußerst einfaches Auskunftsmittel ist, so nahe dasselbe zu liegen scheint, bis jetzt – außer unter speciellen Verhältnissen auf der Rigibahn (vergl. 1870 198 279) – noch nicht versucht worden; es besteht dasselbe in dem vollständigen Verschluß des Ausströmungsrohres gegen den Cylinder durch einen Schieber oder ein Ventil. Zunächst auf letzteres