Text-Bild-Ansicht Band 217

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des Hebels jk geöffnet werden. – Eine Lederscheibe h vermittelt die sorgfältige Dichtung zwischen der eigentlichen Kanne A und dem aufgeschraubten Halse B; jedoch ist die innere Oeffnung dieser Lederscheibe so weit ausgeschnitten, daß zwischen ihr und dem Conus g der freie, ringförmige Raum i verbleibt, durch welchen das Oel zu dem Ausflußstutzen f gelangen kann. – l ist endlich ein kleiner, an einer Kette befestigter Vorstecker, welcher zugleich den Drehpunkt k des Hebels jk bildet. Durch Abziehen dieses Vorsteckers läßt sich der Hebel gänzlich entfernen und damit der Inhalt der Kanne vollständig unzugänglich machen.

L. R.

Zur Construction von Blitzableitern für elektrische Telegraphen; von Friedr. Schaack, expedirender Secretär in Cöln.

Mit Abbildungen auf Taf. II [c.d/1].

Die bei den verschiedenen Telegraphenverwaltungen im Gebrauch befindlichen Blitzableiter weichen zwar in ihren Formen von einander ab, ihr Princip aber ist gleich, ob nun bei der Construction Spitzen, Schneiden oder Platten angewendet werden. Der Zweck bei allen ist der, dem die Leitung treffenden Blitz einen möglichst bequemen Weg zur Erde darzubieten und dadurch die übrigen Telegraphenapparate vor seinen zerstörenden Wirkungen zu schützen.

Das Princip der vorzugsweise in Anwendung befindlichen Spitzen- und Platten-Blitzableiter ist durch die Figuren 34 und 35 dargestellt. Bei Fig. 34 bezeichnen a und b zwei metallene Kegel, deren Spitzen etwa 0,mm5 von einander entfernt sind. c ist ein Widerstand von feinem Neusilberdraht, welcher die Telegraphenapparate A mit b resp. der Leitung L verbindet. A und a sind mit Erde E verbunden. Tritt von L her ein Blitz ein, so soll derselbe von b nach a überspringen und so zur Erde gelangen, oder doch den Widerstand c abschmelzen, dadurch A ausschalten und so schützen. – In Fig. 35 bezeichnen a und b zwei sehr nahe über einander liegende metallene Platten, welche an den einander zugekehrten Seiten gewöhnlich eine feine Riffelung haben und durch ein dazwischen liegendes Blättchen Papier gegen einander isolirt sind. Die Riffelungen beider Platten kreuzen sich und bilden an den Kreuzungspunkten gleichsam eine Menge Anziehungspunkte für die überspringende Elektricität. Die übrigen Verbindungen entsprechen denen in Fig. 34.