Text-Bild-Ansicht Band 217

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Spiegeleisen der New-Jersey-Zink-Compagnie.

Diese Gesellschaft hat, nach Mittheilung des Engineering and Mining Journal, Mai 1875 S. 301, drei Oefen, welche im J. 1874 4070t Spiegeleisen nachstehender Zusammensetzung producirten.

Eisen 83,250 83,22
Mangan 11,586 11,67
Phosphor 0,196 0,19
Silicium 0,367 0,99
Kohlenstoff 4,632 4,02
––––––– ––––––
100,031 100,09

Da der jährliche Verbrauch an Spiegeleisen in den Vereinigten Staaten 25000t beträgt, so decken allerdings diese drei einzigen Oefen für Spiegeleisen den Bedarf nicht.

Bessemerstahl in Seraing; von Deby.

Das Bessemerroheisen, aus algierischen und spanischen Erzen dargestellt, enthält durchschnittlich 2,25 Silicium, 4,50 Kohlenstoff, 0,04 Schwefel, 0,06 Phosphor, 3,75 Mangan und 89,4 Eisen. Auf 100 Roheisen gehen 110 Coaks, und 2/3 des Mangangehaltes der Beschickung treten in das Roheisen bei 600° Windtemperatur. Ausbringen 49 Proc., Kalkzuschlag 23,5 Proc. Das Roheisen wird in eine Pfanne abgestochen und dieses mittels Krahnes in den Converter gebracht, welcher nach 18 bis 22 Minuten fertigen Stahl liefert. Etwa mitten in der Entkohlung fügt man 10 bis 25 Proc. Schienenenden je nach dem Hitzgrade der Masse zu und zuletzt Spiegeleisen. Als Kennzeichen für das Ende dienen Spectroskop, Schlackenbeschaffenheit und Geschmeidigkeit der Körner von der Spießprobe (vergl. 1875 217 35 und 36). Citronengelbe Farbe der Schlacke entspricht Stahl mit 0,75 Proc. Kohlenstoff und mehr, Orangegelb 0,60, Hellbraun 0,45, Dunkelbraun 0,30, Bläulichschwarz 0,15 Proc. Die Ingots werden aus der 10m weiten und nur 0m,9 tiefen Gießgrube unter den Hammer gebracht. In 24 Stunden erfolgen per Grube 100t Ingots. Der directe Guß hat folgende Vortheile: Reduction der Abfälle, Brennstoffersparung, geringerer Arbeitsaufwand, bessere Verarbeitbarkeit der Producte, Erfolg eines zäheren Stahles. Die Ingots werden in Schienen verwandelt, und zwar sind 36 Stunden Zeit erforderlich, um solche aus dem Erze zu erhalten. (Berg- und hüttenmännische Zeitung, 1875 S. 243.)

Zusammensetzung des Lagermetalles „Dysiot“; von Uhlenhuth.

Das in neuerer Zeit durch die Firma Rompel und Comp. in Homburg v. d.h. in den Handel gebrachte Lagermetall besteht (nach der Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure, 1875 S. 376) aus:

Kupfer 62,30 Proc.
Blei 17,75
Zinn 10,42
Zink 9,20
Eisen Spuren

hat also nach den jetzigen Preisen einen Werth von 144 M. pro 100k, während die Fabrikanten 200 M. sich bezahlen lassen. Die Legirung erwies sich schon bei der Betrachtung der Bruchfläche mit bloßem Auge als nicht vollkommen homogen. Sie kann erhalten werden durch Zusammenschmelzen von 62 Th. Kupfer, 18 Th. Blei, 10 Th. Zinn und 10 Th. Zink.

Erzeugung von Hartwalzen; von Anton Turk, Gußmeister in Donavitz.

In allen Gießereien, welche nicht über Roheisen verfügen, das sich besonders zur Fabrikation von Hartguß eignet, hat man bei Erzeugung von Hartwalzen vorzüglich