Text-Bild-Ansicht Band 218

Bild:
<< vorherige Seite

auch längs ihrer Achse hin und zurück sich verschieben muß, und so der Spindel A die erforderliche Bewegung ertheilt.

Die hier dargestellte Construction besitzt noch einige interessante Details. Um die Spindel R, welche von dem Wagenrade angetrieben wird, bei constanter Umdrehungszahl zu erhalten, sobald die Geschwindigkeit des Zuges über eine gewisse Grenze wächst, ist eine Regulatorkugel r mit der Welle R verbunden, welche mittels der Stange W die Frictionsscheibe Q in einem Längsschlitze der Welle verschiebt und sie bei wachsender Geschwindigkeit dem Centrum des Wagenrades nähert, also das Uebersetzungsverhältniß verringert.

Ferner ist das Handrad, welches zur Bewegung des Fächers F während des Stillstandes dient, mit der Scheibe M durch eine Frictionsklaue Z verbunden, welche in das Keilrad Y eingreift – derart, daß eine raschere Drehung von B gegenüber M wohl möglich, eine langsamere aber nicht gestattet ist, so daß der Diener selbst nach Ingangsetzung des Zuges das Handrad noch so lange selbstständig zu drehen vermag, bis die erforderliche Geschwindigkeit des Zuges erreicht ist, worauf durch Eingriff der Klaue Z in das Keilrad Y die Kuppelung zwischen den Rädern M und X selbstthätig hergestellt wird. Beim Zurückfahren des Wagens ist die Klaue Z selbstverständlich nach der anderen Seite umzuschlagen und dann auch das Handrad B in entgegengesetzter Richtung zu drehen.

M.

Price's Patent-Retortenofen; von J. L. Bell.

Mit einer Abbildung auf Taf. III [b/3].

Sowohl bei dem gewöhnlichen Flammofen, wie er heute noch vielfach im Eisenhüttenwesen in Gebrauch ist, gleichviel welche Mittel angewendet sind, um die Hitze der abgehenden Gase möglichst auszunützen, als auch bei dem sogen. Siemens'schen Regenerativofen, welcher den ersteren in Bezug auf Brennmaterialersparniß und Wärmeeffect bedeutend übertrifft, geht dem eigentlichen Zwecke des Ofens eine bedeutende Wärmemenge verloren. In dem gewöhnlichen Flammofen nämlich absorbirt nicht allein die Volatilisation der Kohlenwasserstoffe des Brennstoffes eine gewisse Wärmemenge, sondern durch eben diese Absorption wird der Wärmeeffect des Ofens bedeutend vermindert. Zu diesem Abkühlungsmomente gesellt sich noch ein zweites, hervorgerufen durch das beständige Schüren des Ofens mit kaltem Brennmaterial, wobei das Eindringen