Text-Bild-Ansicht Band 221

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ihre Anwendung ist mühsam und ihr Nutzen erscheint im Vergleich mit den directen Versuchsresultaten von untergeordneter Bedeutung.

Die durch das Pulver entwickelte mechanische Arbeit. Die Quadratur der experimentellen Curven, deren Abscissen die Gasvolumen und deren Ordinaten die entsprechenden Drucke darstellen, gestattete, die Quantität der durch die Gase in einem Geschütz entwickelten Arbeit zu bestimmen. Mit Hilfe dieser auf directe Beobachtung gegründeten Schätzungsmethode sind die Experimentatoren, gestützt auf die zwischen Pressungen und Rauminhalt der Gase von ihnen aufgestellten Relationen, auf einen theoretischen Ausdruck für eines und dasselbe Arbeitsquantum gelangt. Die aus dieser Formel abgeleiteten Resultate, in Anwendung auf eine Ladung von 1k sind in einer Tabelle verzeichnet, mit deren Hilfe es leicht ist, für Pulversorten, deren Dichtigkeit an die Einheit grenzt und für ein gegebenes Geschütz, die Quantität der durch eine beliebige Ladung entwickelten theoretischen Arbeit zu berechnen. Mit diesen Arbeitsquantitäten haben nun Noble und Abel diejenigen verglichen, welche den mit den verschiedenen Kalibern erzielten Geschwindigkeiten entsprechen und durch das Verhältniß dieser Quantitäten jene Größe bestimmt, welche man den Leistungscoefficienten von Geschützen verschiedenen Kalibers und verschiedener Pulvergattung, wie solche in der englischen Artillerie gebräuchlich sind, nennen kann. Indem sie endlich bei Anwendung jener Formel annahmen, daß die Pulvergase sich in der Seele eines hinreichend langen Geschützes unbegrenzt ausdehnen könnten, haben sie für das absolute Maximum der theoretischen Arbeit, welches 1k Pulver zu entwickeln vermag, den Werth von 332128mk gefunden (vgl. 1875 215 123) 1876 219 201).

P.

E. Biega's Wasserabsperrventil.

Mit Abbildungen auf Taf. I [b.c/3].

Die bisher für die Hauswasserleitungen bei den Closetanlagen, sowie auch für die Druckständer verwendeten Absperrventile leiden bekanntlich an mancherlei Uebelständen. Die Stöße, welche in den Rohrleitungen beim Schließen dieser Ventile durch das plötzliche Hemmen des Wasserlaufes verursacht werden, haben nicht selten ein Platzen oder Undichtwerden der Rohrleitungen oder Löthungen zur Folge und machen ein öfteres Auswechseln der Gummischeiben nothwendig. Diese Uebelstände werden durch das von dem Betriebsinspector der Breslauer Wasserwerke Ingenieur E. Biega construirte und patentirte Ventil