Text-Bild-Ansicht Band 221

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desgleichen auch ein Unterbrechen – ein Vortheil, welchen unter den Morse-Automaten bis jetzt nur der Dorsenschnellschriftgeber von v. Hefner-Alteneck besitzt.

Bemerkt sei noch, daß der Stromlauf nur insofern eine Abänderung erleidet, als der von dem untern Theil des horizontalen Schlittenarmes abgehende Draht nicht direct, sondern mittels der Kurbel zur Erde geführt wird. Am Apparate selbst wird durch die Anbringung der Walze E etc. nichts geändert. Auch geht durch das Uebergehen von der einen Beförderungsart zu der andern keine Zeit verloren, weil nach Abspielung der Telegramme auf der Stiftwalze E man dieselbe mit einem Griff während der Bewegung aus dem Gestell nehmen kann.

An die Beschreibung des vorstehenden Automaten in der Deutschen Allgemeinen Polytechnischen Zeitung, 1876 S. 94 ff. knüpft Telegraphensecretär J. Sack in Berlin folgende Bemerkungen: Bezüglich einer Vergrößerung der Umlaufsgeschwindigkeit des Hughes sind die schon bei der gewöhnlichen Geschwindigkeit großen Kosten für Reparatur und Unterhaltung mit maßgebend. Bei 160 Umläufen in der Minute arbeitete der Hughes gut an einer längern oberirdischen Leitung; doch versagte dabei die Batterie von 120 Zink-Kupfer-Elementen öfter, anscheinend weil, da die Stromdauer 3/4 Umlauf der Druckachse währte, der Rückstrom nicht vollständig zur Erde abfloß.

Die Maximalleistung des Hughes bei 120 Umdrehungen in der Minute und 1,75 Zeichen bei jedem Umlaufe beträgt 2100 Wörter in der Stunde. Rechnet man 600 Wörter Verlust für Quittung und Erledigung von Anfragen etc., so bleiben 1500 Wörter als Durchschnittsleistung. Bei automatischer Beförderung mit 160 Umläufen steigert sich dieselbe auf 2000 Wörter. Bei der automatischen Beförderung werden zugleich die Umläufe alle vollständig ausgenützt. Für gewöhnliche Telegraphirzwecke scheint die Verwendung eines Hughes-Automaten ebensowenig räthlich wie die eines Morse-Automaten; sie empfiehlt sich vielmehr nur zur Bewältigung von Anhäufungen von Telegrammen.

E–e.

Der neueste Standpunkt der Reisstärke-Fabrikation; von M. Adlung.

Der Stärkemehlgehalt der Reiskörner beträgt mehr als 80 Proc. und übertrifft sonach bei Weitem denjenigen aller zur Stärkefabrikation