Text-Bild-Ansicht Band 224

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seitlich verstellbar; er ist jedoch gut geradegeführt, so daß er, wenn durch die Rechtsstellung des Schiebers a. (Fig. 7) eingerückt, stets wieder dieselbe Stellung gegen die Matrize einnimmt.

Als ein Vorzug der beschriebenen Hebellochmaschine ist noch hervorzuheben, daß sämmtliche Schmierlöcher dem Arbeiter sehr bequem zur Hand liegen.

 Amerikanische Werkzeuge zur Holzbearbeitung.

Mit Abbildungen auf Taf. IX [c/4].

Im Centralblatt für das gesammte Forstwesen beschreibt Prof. Dr. W. F. Exner eine Anzahl amerikanischer Werkzeuge zur Holzbearbeitung, welche auf der Centennialausstellung in Philadelphia 1876 für Oesterreich angekauft worden sind.

E. M. Boynton in New-York (80 Beekman-Street) ist ein sehr renommirter Fabrikant von Sägen und Hilfswerkzeugen für die Instandhaltung der Sägen. Er verfertigt hauptsächlich Kreissägen, aber auch Sägeblätter für Gattersägen, „Mulaysägen“, sowie Handsägen verschiedener Art. Sowohl in England als in Amerika werden die Sägeblätter für Handsägen nicht in Spannrahmen montirt, sondern der Fuchsschwanz und die Bauchsäge sind alleinherrschend. Unsere Oertersäge, Schließsäge und dergleichen Spannsägen sind in Amerika kaum bekannt. Es ist merkwürdig, daß der Fuchsschwanz sich bei uns nicht einbürgern will, obwohl er unzweifelhaft praktisch und zweckmäßig ist. Der in Figur 9 dargestellte Fuchsschwanz (lighting saw) hat auf jeder Seite des Blattes eine Verzahnung, welche je nach der Qualität, dem Trockenheitsgrade und der Faserrichtung des Holzes verwendet werden kann. Bei der Verzahnung für Querschnitte ist die Zahnform Figur 10 (sogen. M-Zähne) angewendet. Diese „double edged pruning saws“ werden in Längen von 14 Zoll (305mm) — zum Preis von 0,75 Doll. — bis 22 Zoll (559mm) — im Preis von 1,10 Doll. — geliefert. Das Material bezeichnet der Fabrikant in echt amerikanischer Weise mit „super extra spring steel, warranted, refined“. Es muß indessen zugestanden werden, daß das Material der überschwenglichen Anpreisung völlig entspricht. Dieselbe Firma hat sich am 26. März 1876 eine Bauchsäge patentiren lassen, bei welcher die M-Zähne zur Vergrößerung des für die Aufnahme der Sägespäne bestimmten Raumes in der Art abgeändert sind, daß in der Mitte des M, also beim Scheitel der sich schneidenden gleich langen kürzern Geraden, eine bogenförmige Buchtung eingeschnitten ist.