Text-Bild-Ansicht Band 225

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I. II. III. IV.
mg mg mg mg
Feste Bestandtheile im Ganzen 1857,8 323,8 322,8 262,0
Organische Stoffe 1134,2 101,8 38,0 78,8
Anorganische Stoffe 723,8 222,0 384,8 183,2
Kali 212,5 55,0 41,2 8,2
Phosphorsäure 56,6 5,5 Spur Spur
Stickstoff 140,7 12,0 4,0 9,1
Ammoniak 37,4
Salpetersäure 3,8 Spur Spur Spur.

Das völlige Verschwinden des Ammoniaks beim Verdünnen mit dem Quellwasser wird durch Bildung von phosphorsaurer Ammoniak-Magnesia zu erklären sein, veranlaßt durch den Magnesiumgehalt des Wassers. Schon bei der Berieselung der ersten Wiese wird, wie Analyse III zeigt, die Phosphorsäure fast völlig, der Stickstoff größtentheils zurückgehalten; es würde sich daher empfehlen, auch den folgenden Wiesen direct Abwasser zuzuführen. Auf der zweiten Wiese wurde namentlich das Kali absorbirt; der größere Stickstoffgehalt bedarf noch der weitern Untersuchung.

Die Ernteergebnisse waren glänzend; auf 1ha der ersten Wiese waren vor der Rieselung 2400k, nach der Berieselung aber 4000k Heu geerntet, obgleich der erste Schnitt durch zu langes Ueberstauen mit dem Rieselwasser verdorben war. Dazu kommt noch, daß die Qualität des erhaltenen Heues wesentlich besser geworden war, wie nachfolgende Analysen desselben vor (I) und nach (II) der Berieselung zeigen.

I. II.
Feuchtigkeit 15,00 15,00
Holzfaser 22,67 22,82
Mineralstoffe 7,64 8,69
Aetherextract 2,00 2,30
Eiweißstoffe 10,79 15,85
Stickstofffreie Extractstoffe 41,81 35,34
–––––––––––––
100,00 100,00.

Märcker berechnet hieraus, daß die 7ha,5 große Wiese durch die Berieselung jährlich für 1332 M. an verdaulichen Eiweißstoffen mehr liefert, und betrachtet schließlich als feststehend, daß die Verwendung des Abflußwassers von Stärkefabriken für die Rieselung von Wiesenflächen mit dem höchsten Vortheil geschieht, weil nicht allein eine Erhöhung im Ertrage, sondern auch eine wesentliche Verbesserung in der Zusammensetzung des Heues hierdurch bewirkt wird.

Die Zahnflächen und ihre automatische Erzeugung. Eine kinematisch-technologische Stucke von Prof. Gustav Hermann in Aachen.

Von der Anschauung ausgehend, daß die Bestimmung der richtigen Zahnbegrenzungen bei Zahnrädern ihrem innersten Wesen nach eine Aufgabe der Kinematik sei, sofern die letztere sich mit der Ursache der gegenseitigen Abhängigkeit