Text-Bild-Ansicht Band 226

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Ueber die specifische Wärme des Wassers.

Aus zahlreichen Versuchen von Münchhausen berechnet A. Wüllner (Annalen der Physik und Chemie, 1877 Bd. 1 S. 592) die specifische Wärme des Wassers bei t° zu: k = 1 + 0,000302 t, mit einem wahrscheinlichen Fehler von 0,0000099. Die Weiche für k wachsen hiernach rascher als nach den Versuchen von Regnault, aber langsamer als nach Jamin und Amaury. Es wird nämlich k nach:

Wüllner. Regnault. Jamin.
für 20° 1,0060 1,0012 1,0235
40 1,0121 1,0030 1,0459
60 1,0181 1,0056 1,0703
80 1,0241 1,0089 1,0957
100 1,0302 1,0130 1,1220.

Wärmeleitungsvermögen des Hartgummis.

J. Stefan hat über das Wärmeleitungsvermögen des Hartgummis ausgedehnte Versuche gemacht. Verglichen mit andern Körpern ordnen diese sich nach ihrer Wärmeleitungsfähigkeit, wie folgt: Kupfer = 1, Eisen = 0,17, Eis = 0,0057, Glas = 0,0016, Wasser = 0,0015, Wasserstoff = 0,00039, Hartgummi = 0,00026, Luft = 0,000055. (Sitzungsberichte der Wiener Akademie der Wissenschaften. Abth. 2 Bd. 74 S. 438.)

Einfluß des Lichtes auf den elektrischen Leitungswiderstand von Metallen.

R. Börnstein zeigt durch eine größere Anzahl von Versuchen, daß die Eigenschaft, durch Einwirkung von Lichtstrahlen einen geringern elektrischen Leitungswiderstand zu erlangen, nicht auf Selen (1876 222 500) und Tellur beschränkt ist, sondern auch dem Platin, Gold und Silber, höchst wahrscheinlich den Metallen überhaupt zukommt.

Der elektrische Strom verringert ferner sowohl das Leitungsvermögen, als auch die Lichtempfindlichkeit seines Leiters; beide nehmen nach Aufhören des Stromes ihre frühern Werthe allmälig wieder an. (Habilitationsschrift. Heidelberg 1877. C. Winter.)

Beschädigung von Unterseekabeln durch Fische.

In dem 1874 zwischen Para und Cayenne gelegten Kabel zeigten sich bald nach dem Legen mehrere Fehler, und in den ausgeschnittenen fehlerhaften Stücken fand man an den beschädigten Stellen Knochenreste. Das eine Stück zeigte zwar auf der einen Seite zwei Verletzungen mit Knochensplittern und etwa in der Mitte zwischen beiden auf der andern Seite eine dritte ebenfalls mit Splitter, so daß demnach die Beschädigung von einem Biß hätte herrühren können. Doch besaß keins der sämmtlichen aufgefundenen Knochenstücke in der Structur die geringste Aehnlichkeit mit einem Zahne, und ebenso mehrere 1875 in demselben Kabel gefundene; deshalb war man (nach Engineering, April 1877 S. 270 und 293) genöthigt, die Verletzungen dem Sägefisch zuzuschreiben, welcher mit seiner Säge den Grund furcht und dabei das Kabel verletzt. (Vgl. 1877 224 556.)

E–e.

Sterling's neue Erdöllampe.

Von Zeit zu Zeit stattfindende Explosionen, sowie das umständliche Füllen und Beschneiden bei den gebräuchlichen Erdöllampen haben einer kürzlich erschienenen verbesserten Lampe von Sterling in Boston schnellen Eingang verschafft, da bei dieser Lampe eine Explosion undenkbar und das Auffüllen des Oeles äußerst bequem bewerkstelligt, ja sogar während des Brennens der Lampe vorgenommen werden kann. Neben diesen Vorzügen verbindet diese Lampe, welche als Wandlampe ihre Anwendung