Text-Bild-Ansicht Band 226

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Chamber's Getreidereinigungs- und Sortirmaschine.

Mit Abbildungen auf Taf. V [b/1].

Diese Maschine, genannt „Reliance“, gehört zu jenen Getreidereinigern, deren Zweck es ist, das Getreide sorgfältig von allem Staub zu säubern und gleichzeitig zu poliren. Die Figuren 17 und 18 zeigen (nach dem Corn Trade Journal, durch Die Mühle, 1877 S. 251) die Maschine im Grundriß und Durchschnitt; sie ist eigentlich aus zwei Maschinen zusammengesetzt, welche in zwei verschiedenen mit einander verkuppelten Gußgestellen G und H aufgestellt sind.

Der erste Theil, der Reiniger, enthält ein grobes Sieb B, drei Reinigungskammern A bis A₂, einen Staubsammler und den nöthigen Betriebsmechanismus. Der zweite Theil, der Exhaustor oder Sortirer, besteht aus einem Ventilator E, einer Spreukammer C, die mit dem Rumpf r, durch welchen der Reiniger gespeist wird, in Verbindung steht, und einer zweiten Spreukammer D, welche mit dem Ausflußrohr F in Verbindung ist und wie die Staubkammer den Reiniger umgibt.

Das Gestell G ist oben und unten durch Querbalken verbunden, welche die Lager für die Hauptspindel tragen. Das obere ist ein verstellbares Halslager – ähnlich einer Büchse, welche für die Mühleisen gebraucht wird – und das untere ein gewöhnliches Fußlager. An dieser Spindel sind drei Scheiben befestigt, welche mit Schlägern a besetzt und in der Mitte offen sind, um das Getreide hereinzulassen. Die Schläger sind an der untern Seite der Scheiben in drei concentrischen Ringen angebracht. Je eine Scheibe ist in einer der Kammern A bis A₂ eingeschlossen, deren Mantelfläche c durchlöchert ist; letztere ist bei d gegen den Saugapparat durchbrochen und die Oeffnung mit einem stellbaren Schieber bedeckt. Der Boden der Kammern A bis A₂ trägt zwei concentrische Ringe b, zwischen welchen der mittlere Kranz von Schlägern a umläuft. Ein Rohr r₁ verbindet die Ausstreuöffnung d der ersten Kammer A mit dem Einlauf der zweiten A₁, deren Ausstreurohr in ähnlicher Weise durch das Rohr r₂ mit dem Einlauf der dritten Kammer A₂ communicirt, welche ihrerseits in das Hauptrohr F übergeht, das mit der untern Spreukammer D in Verbindung steht. Ein grobes Sieb B ist auf Stäben k am Kopfe der Maschine befestigt und sortirt im Rohen das Getreide, bevor es durch das Rohr r in die Kammer A fällt. Der im untersten Theil der Maschine sich ansammelnde Staub wird durch die rotirenden Bürsten v nach dem Abzug S geschafft.