Text-Bild-Ansicht Band 226

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so ist zunächst die Anzahl der Drehungen D des Vorgarnes auf der Längeneinheit: 1) D = u/F.

Ist ferner die Anzahl der Spulenumdrehungen, nachdem w Wickelungen stattgefunden haben m, der Durchmesser der leeren Spule δ, der Durchmesser des Vorgarnes δ₀ und i der Umfang der Spulen, so ist derselbe nach w Wickelungen: i = (δ + 2 ₀)π.

Die Aufwickelung des Vorgarnes muß stets mit der Differenz der Spindel- und Spulengeschwindigkeit (um) erfolgen, und ist nach w Wikelungen in der Minute i (um). Diese Aufwickelung soll aber stets constant und zwar gleich der gelieferten Fadenlänge sein, mithin ergibt sich die Beziehung: 2) F = i (um) und hieraus die Anzahl der Spulenumdrehungen 3) m = uF/i.

Aus Gleichung 2 ersieht man aber sofort, daß, wenn i wächst, die Spule also voller wird, die Differenz der Spindel- und Spulengeschwindigkeit (um) abnehmen muß, da die in der Minute gelieferte Fadenlänge F constant ist. Diese Differenz kann aber bei constanter Spindelgeschwindigkeit u nur dann abnehmen, wenn die Umdrehungszahl der Spulen zunimmt. Es wächst mithin die Umdrehungszahl der Spulen mit dem Durchmesser derselben. Damit sich aber stets gleichmäßig Faden neben Faden lege, muß die Geschwindigkeit der Hebung und Senkung der Spulen stets proportional der Differenz der Spindel- und Spulengeschwindigkeit sein. Da diese aber bei fortschreitender Aufwickelung abnimmt, so muß auch die Hebungsgeschwindigkeit der Spulen nach jeder vollendeten Wickelung abnehmen. Die Geschwindigkeit der Auf- und Abbewegung der Spulen nimmt also mit wachsendem Durchmesser derselben ab.

(Fortsetzung folgt.)

Annäherungsweise Construction gewisser Spirallinien; von Prof. V. Thallmayer.

Mit Abbildungen auf Taf. V [c.d/1].

Die Curven, nach welchen die Schneidekante der Messer einiger Häckselschneidemaschinen, die Kanten der Mühlstein-Haufurchen geformt werden, gehören, wie bekannt, den Spirallinien an. Wenn auch schon für die Verzeichnung speciell der Hauschlagcurven in den Werken über Mahlmühlen verschiedene Methoden angeführt erscheinen, so erlaube ich mir dennoch hier eine einfache Verzeichnungsweise für derartige Curven mitzutheilen, da sie in vielen Fällen angewendet werden kann.

Soll die Form der Kante eines rotirenden Schneidewerkzeuges, welches Schnitt oder Zertheilung des Materials an einer feststehenden Kante zu vollführen hat, unter der Bedingung construirt werden, daß der Schnitt stets unter demselben Winkel, oder unter nach einem bestimmten