Text-Bild-Ansicht Band 226

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welche dadurch eine gelbliche Färbung erhält. Auf 100k Wolle kommen 80 bis 90k Arlonin (100k zu 28 M.), 4 bis 5k Oxalsäure, 1k Schwefelsäure und 5k Sumach. Ist man mit der Waare in das Bad eingefahren, so geht man nach ungefähr 10 Minuten zum Kochen, und läßt 1 Stunde sieden. Sollte die Flotte eine grünliche, bläuliche oder schwärzliche Färbung annehmen, so muß mehr Säure zugefügt, gleichzeitig aber ein Ueberschuß derselben vermieden werden. Dann wird langsam etwas Sodalösung zugesetzt und noch 1/2 Stunde auf der Temperatur geblieben, bis die Wolle satt und tiefschwarz gefärbt erscheint.

Dieselbe Flotte kann für weitere Färbungen benutzt werden, welche alsdann eine geringere Menge Farbmaterial erfordern. Für 100k Wolle werden weiter hinzugefügt: 60 bis 70k Arlonin, 2,5 bis 3k Oxalsäure und 0k,75 Schwefelsäure. Eine dritte Färbung verlangt noch geringere Mengen Zusatz.

Das neue Schwarz soll sich nach dem Teinturier pratique durch besondere Reinheit der Nüance, sowie durch Billigkeit und Echtheit auszeichnen; doch empfiehlt sich seine Anwendung nur für die Färberei im Großen. Im Uebrigen erinnert es lebhaft an das S. 560 d. Bd. besprochene „directe Schwarz“.

Kl.

Eine neue Lichteinheit für photometrische Messungen.

Nach A. Vernon Harcourt (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1877 S. 1764) soll eine Mischung von 600 Vol.-Th. Luft und 1 Vol. von bei 50° destillirendem Petroleum (flüssig), aus einem 4 Zoll (101mm,6) hohen, 1 Zoll (25mm,4) in Durchmesser fassenden und mit einer 1/4 zölligen (6mm,4) weiten Spalte versehenen Brenner verbrannt, einen beständigeren Maßstab als eine Kerze abgeben.

Ueber Desinfection.

Dr. Stanislaus Mierzinski hat eine 92 Seiten lange Schrift: Die Desinfectionsmittel (Berlin bei J. Springer) veröffentlicht, die im Wesentlichen als theilweise wörtlicher Abdruck der in diesem Journal (1873 210 120) 1874 211 200) veröffentlichten Arbeiten anzusehen ist, ergänzt durch F. Fischer's Verwerthung der städtischen und Industrie-Abfallstoffe (Leipzig bei Quandt und Händel), nur ohne Sachkenntniß gemischt mit anderen Journalartikeln. Hierbei erwähnt Mierzinski mit keinem Wort die Quelle, aus welcher er dies Alles genommen hat – ein Verfahren, welches sich selbst richtet.

F.

Berichtigungen.

In Pfuhl's Abhandlung „über Jute und deren Verarbeitung“ sind folgende Fehler zu berichtigen: Bd. 222 S. 134 Z. 10 v. u. Weife statt „Weise“. – S. 427 Z. 13 v. u. „19“ statt „13“ sowie Z. 9 und 10 v. u. „8 bis 12 Zoll (203 bis 305mm)“ statt „6 bis 8 Zoll (152 bis 203mm)“. – Bd. 223 S. 364 in der Tabelle Spalte 5 Z. 3 v. o. „1/2. 9/16“ statt „3/8 . 9/16“ sowie Z. 4 v. u. „3/8. 9/16“ statt „5/8. 9/16“. – Spalte 14 Z. 5 v. o. „15 × 1 1/8“ statt „151 × 1/8“. S. 581 Z. 7 v. u. erste statt „zweite“.

In F. Fischer's Abhandlung „über Trink- und Brauchwasser“ soll in Bd. 223 S. 598 die Note 44 lauten: „französische, von welchen 100° = 56° deutsch sind.“

In der Beschreibung von Gray's elektro-harmonischer Telegraph in Bd. 225 ist S. 48 Z. 10 und 14 v. o. zu lesen eine statt „ein“ bezieh. „in“.

In Lunge's Abhandlung „über den Gloverthurm“ in Bd. 225 ist zu lesen: S. 477 Z. 17 v. o., Z. 12 v. u. und S. 483 Z. 15 v. o. Stickoxydul statt „Stickoxyd“; ferner S. 581 Z. 2 v. o. Schwefelsäure statt „Salpetersäure“.

In der Tabelle zu Erismann, über Kosten verschiedener Beleuchtungsart, Bd. 225 S. 587 heißt die letzte Zahl in der letzten Spalte „299,0“ und nicht „9,0“.