Text-Bild-Ansicht Band 226

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schützen, als durch aufmerksames Behandeln eine zu große Wärmeentwicklung verhütet wird.

Weibel, Briquet und Comp. (Fig. 38 bis 40 Taf. I [a/4]) verbinden die gerippte, oder besser gesagt gefaltete und gerippte Fläche mit dem Verfahren, welches bei dem Ofen von Perry und Comp. (Figur 76) in so glücklicher Weise angewendet ist, indem sie die zunächst in Frage kommende Heizfläche sehr groß machen. Die Wandung des Feuerraumes soll keine Wärme an die Luft abführen, sie leitet dieselbe lediglich den bereits mehr oder weniger abgekühlten Feuergasen des untern Theiles vom Ofen zu.

Ein anderer Theil der Wärme des Feuerraumes wird durch Strahlung an die gefaltete und gerippte dachförmige Deckplatte des Ofens abgegeben, gegen welche die durch erwähnte beide Vorgänge entsprechend abgekühlten Feuergase zunächst stoßen; es muß als Fehler bezeichnet werden, daß die Deckplatte die genannten beiden Zwecke erfüllen soll, sowohl die strahlende Wärme des Feuers, als auch die leitende Wärme der heißesten Gase so rasch überzuführen, wie erforderlich ist, um ein Erglühen zu verhindern. Ob die Deckplatte diesen Ansprüchen unter allen Umständen zu genügen vermag, erscheint uns fraglich, wenngleich wir dem sonstigen leitenden Gedanken dieser Anordnung unsere Anerkennung nicht versagen können.

Blazicek (Fig. 9 Taf. I [b/4]) und Möhrlin (Fig. 10 und 11 Taf. I [d/1]) leiten einen Theil der Wärme des Feuerraumes derjenigen Luft zu, welche zur fernern Speisung des Feuers dient. Hierdurch kann nur dann eine Abkühlung des Feuerraumes stattfinden, wenn Luft im Ueberschuß zugeführt wird. Ein Theil der Wärme wird durch Leitung, ein Theil durch Strahlung der eigentlichen Ofenwandung, deren Oberfläche mit Rippen versehen ist, zugeführt, und zwar offenbar in so milder Weise, daß die Temperatur der Ofenoberfläche wahrscheinlich an keiner Stelle über 500° steigen wird, sofern die Gase bis zur Berührung mit weniger geschützten Flächen die erforderliche Wärmemenge verloren haben. Dies scheint uns aber deshalb nicht immer der Fall zu sein, weil bei Möhrlin sowohl, als auch bei Blazicek die Feuergase bald nach Verlassen des Feuerraumes gegen Kanten l zu stoßen Veranlassung haben, also dort eine lebhaftere Wärmeabgabe an die betreffende Wand stattfindet, ohne daß dieselbe befähigt ist, die aufgenommene Wärme entsprechend rasch abzugeben.

Das am meisten verbreitete Verfahren, die den Feuerraum bildenden, bezieh. demselben zunächst liegenden Wände so herzustellen, daß ihre der zu erwärmenden Luft zugekehrte Oberfläche nicht überhitzt wird,