Text-Bild-Ansicht Band 226

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Bericht über die Ausstellung von Heizungs- und Lüftungs-Anlagen in Cassel; von Hermann Fischer.

Mit Abbildungen im Text und auf Tafel I bis III.

(Schluß von S. 130 dieses Bandes.)

Es ist nun die Heizfläche noch zu besprechen in Bezug auf Rauchsicherheit. Wir sind der Ansicht, daß man von der Rauchdurchlässigkeit in eben derselben Weise ungerechtfertigtes Aufheben gemacht hat wie von der Kohlenoxydgas-Frage, die in erster Linie von Unberufenen zu einer Lebensfrage der Luftheizungen aufgebauscht ist. Undichtigkeiten der Oefen sind – unserer Ansicht nach – auf die Dauer nicht zu vermeiden, weder bei Oefen der Sammelheizungen, noch bei den Zimmeröfen. Sie sollen allerdings in sehr geringem Maße vorkommen, nicht deshalb, um die zu erwärmende Luft vor einer Verunreinigung durch Rauch zu schützen, sondern um einem Wärmeverlust vorzubeugen, welcher die Folge ist von dem nachträglichen Zuströmen der Luft in die Rauchcanäle. Das Austreten von Rauch durch etwaige Undichtigkeiten der Ofenwände oder deren Verbindungen soll ein guter Schornstein verhüten; dort liegt die Wurzel der betreffenden Uebelstände. Kann man den Schornstein nicht so herstellen, daß er jederzeit seinen Pflichten nachkommt, so verzichte man auf die Pfuscherei am Ofen, so verzichte man darauf, Heiztechniker zu sein. Freilich wird man, wenn man diese durchgreifende Richtung verfolgt, mit einzelnen Baumeistern einen schweren Stand haben; aber doch nur mit einzelnen. Es ist besser, auf das eine oder andere Geschäft zu verzichten, als sich selbst weiß machen zu wollen, daß man durch einen Ofen dem Schornstein aufhelfen konnte. Wie im Leben, so muß im Gebäude jeder Theil seine Schuldigkeit thun, soll bei dem Ganzen etwas Tüchtiges zu Stande kommen: es muß der Ofen die Wärme übertragen, der Schornstein für die Rauchabführung sorgen.

Nur wenige Aussteller haben ihre Oefen „rauchsichere“ genannt. Die meisten haben nur auf die vortreffliche „Sanddichtung“, auf die