Text-Bild-Ansicht Band 226

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nassen: Wege durchgeführt werden. Für die Trennung auf trockenem Wege bedient sich Cavayé eines Sortirapparates, welcher in verhältnißmäßig kurzer Zeit beträchtliche Mengen zu bearbeiten gestattet. Derselbe ist in Fig. 20 bis 22 in zwei Verticalschnitten und im Grundriß dargestellt und besteht aus mehreren runden Sieben T, die an senkrechten Achsen A über einander angeordnet sind und durch eine besondere Transmission in wechselnde Kreisbewegung gesetzt werden, während die Bürsten C, welche die Bestimmung haben, die Keime von den Körnern zu trennen, nach einer und derselben Richtung rotiren. Hierzu dient folgender Mechanismus. Die Horizontalwelle a, welche durch einen um die Rolle P geschlagenen Riemen angetrieben wird und ungefähr 130 Touren in der Minute macht, setzt mittels Eingriffes zweier Winkelräder b die Verticalwelle D in Umdrehung. Auf diese sind die Schnurscheiben p₁ festgekeilt, von denen aus die an der Mittelachse A lose sitzenden Rollen p und mit diesen die Bürsten C in gleichgerichtete Drehung gesetzt werden. Zugleich aber ertheilt das an der Welle a sitzende Excenter d der Welle c eine oscillirende Bewegung. Die Welle c ist an ihren Enden mit zwei Hebeln f versehen, welche mit ihren geschlitzten Enden die Zapfen zweier in Führungen g₁ gleitenden Horizontalschienen g aufnehmen. Da aber letztere mit den an die Mittelachsen A befestigten Armen h verbunden sind, so ist dadurch die wechselnde Kreisbewegung dieser Achsen bezieh. der Siebe erklärt.

Die Siebe bestehen aus einem Holzkreuz t, an welches ein mit einem Drahtgewebe überspannter Holzkranz t₁ befestigt ist, der an seinem Umfange eine kreisförmige Rinne T₂ besitzt, worin sich das Maisschrot sammelt. Ueber dem Holzkreuz ist das eigentliche Sieb angeordnet, welches aus einem nach außen leicht geschweiften Metallkranz u besteht, das unten durch ein Drahtgewebe geschlossen ist; letzteres läßt das Maisschrot hindurch, während die Keime in eine am Kranze u befestigte Kreisrinne T₁ gebürstet werden. In der Mitte des Siebes ist außerdem ein Holz- oder Blechreif u₁ angeordnet, welcher das Sortirgut von der Achse A entfernt hält. Mit Hilfe der Schrauben v läßt sich das Sieb T höher oder niedriger stellen und somit der Durchgang des Maisschrotes durch das Sieb nach der Rinne T₂ reguliren.

Der Sortirapparat wird mit dem Malzschrot beschickt, indem man dasselbe in das oberste Sieb schüttet. Die Keime, welche leichter als geschrotete Körner sind, gelangen unter dem Einflusse der hin- und herschwingenden Bewegung des Siebes an die Oberfläche und werden durch die Bürsten C in die Kreisrinne T₁ getrieben, von wo sie durch einen kurzen Rohransatz t₂ (Fig. 21) in einen untergestellten Behälter