Text-Bild-Ansicht Band 228

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wenn man die stufenweise sich ändernde Temperatur der Flüssigkeit des Gefrierbehälters in Erwägung zieht. An der Stelle, wo die frisch gefüllten Gefrierzellen eingesetzt werden, beträgt die Temperatur etwa 0°. Hier bildet sich die erste Eiskruste. Bei ihrem allmäligen Vorrücken sind die Zellen stärkeren Kältegraden ausgesetzt, wobei die Dicke der Eisschichte entsprechend zunimmt, bis sie schlieſslich den tiefsten Kältepunkt erreichen, bei welchem der letzte Wasserrest erstarrt.

Die Fabrikanten haben neuerdings eine dieser Maschinen für die Virginia and Gold Hill Water Company zu Virginia City, Nevada, ausgeführt. Obgleich eine Leistung von 15t Eis in 24 Stunden vertragsmäſsig festgesetzt war, so ist doch eine Leistung von mehr als 20t festgestellt und sogar noch eine weitere Steigerungsfähigkeit angedeutet worden. Die erfolgreiche Anwendung der Holden'schen Maschine in der Bierbrauerei von Bergner und Engel in Philadelphia hat die nützliche Verwendbarkeit des in Rede stehenden Systems auch in dieser Richtung auſser Zweifel gestellt.

A. P.

Schwemmcloset von August Faas und Comp. in Frankfurt a. M.

Mit Abbildungen auf Tafel 8.

Die neue in Fig. 11 bis 13 Taf. 8 veranschaulichte Construction der Schwemmclosets ermöglicht die Herstellung von gröſseren Abortanlagen für Kasernen, Schulen, Krankenhäuser u.s.w. auf vollständig zweckentsprechende und billige Weise; sie erzielt vollständige Geruchlosigkeit und vermeidet die Rückströmung der Kanalgase oder Miasmen durch eine selbstthätig wirkende fortgesetzte Strömung frischen Wassers, welche die Fäcalstoffe unverweilt wegführt, und durch die gleichzeitige Benutzung einer Schicht frischer Luft, welche die etwa entstehenden, jedenfalls nur unbedeutenden Ausdünstungen sofort ableitet. Die Bedienung ist eine sehr einfache, die Art der vollständigen Reinigung in keiner Weise belästigend und der Wasserverbrauch ein verhältniſsmäſsig kleiner; man kann denselben ganz nach Belieben regeln.

Auf dem trogförmigen, oben offenen guſseisernen Behälter a sind die Schüsselträger b aufgeschraubt, in welchen die Schüsseln c lose, aber doch schlieſsend ruhen. Bei d ist eine geneigte Wand eingegossen, so daſs bis zu deren Höhe der Behälter a mit Wasser gefüllt bleiben muſs, so lange der dicht schlieſsende Ventilstempel e in seinem Sitze ruht. Durch das Rohr f lauft fortgesetzt Wasser und bewirkt eine ununterbrochene Strömung in der Richtung des Pfeiles nach d, wodurch die in das Wasser aus den Schüsseln herabfallenden schwimmfähigen