Text-Bild-Ansicht Band 229

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Der ganze Apparat, den sich ein geschickter Weber grösstentheils selbst herstellen kann, kostet (mit Ausnahme der zum Webestuhl ohnehin gehörigen Theile) ungefähr 10 M.

Revolver von v. Oppen.

Mit Abbildungen auf Tafel 13.

Ein von den anderen Waffen dieser Gattung erheblich verschiedener Revolver ist der von v. Oppen construirte. Derselbe weicht hauptsächlich darin ab, dass dem Hahne nicht nur die Function zuertheilt ist, die Patronen zur Entzündung zu bringen, sondern auch unter Mitwirkung eines besonderen Mechanismus das Auswerfen der Patronenhülsen zu bewirken, und dass zur Anbringung sowohl des Auswerfemechanismus, als auch zur Herstellung einer absolut sicheren Ruhestellung ein besonderer Theil eingeführt ist. Auf Taf. 13 zeigen Fig. 3 eine Seitenansicht der Waffe mit dem blosgelegten Auswerfemechanismus in der Stellung, wie er durch den Hahn in Thätigkeit versetzt wird; Fig. 4 eine perspectivische Ansicht des Auswerfemechanismus; Fig. 5 eine Ansicht des Ringes von vorn in der Stellung beim Abschiessen; Fig. 6 denselben bei dem Auswerfen der Patronenhülse; Fig. 7 Ansicht desselben von hinten bei der Ruhestellung.

Was die Construction des Revolvers betrifft, so entspricht sein hinterer Theil (Griff, Gestell etc.) im Aeusseren ganz dem Revolver von Colt, ebenso die Stossplatte a, der Lauf b, der Hahn c, die Schlagfeder, der den Ladecylinder in Drehung versetzende Mechanismus und die Ladeeinrichtung. Diese Theile sind in keiner Weise, weder in ihrer Form, noch Grösse von den correspondirenden Theilen des Colt'schen Revolvers verschieden. Eine wesentliche Veränderung hat der die Patronen aufnehmende Cylinder f erlitten, indem sein hinteres Ende so weit abgeschnitten ist, dass die Kammern hier offen liegen und die Patronen mit ihrem hinteren Ende etwas aus letzterem hervorstehen. Durch diese Verkürzung des Cylinders entsteht zwischen seiner hinteren Fläche und dem Stossboden a ein leerer Raum, in welchen ein letzteren fast ganz ausfüllender Ring g eingeführt wird. Derselbe ist auf den nach hinten hervorstehenden und bis an den Stossboden reichenden, cylindrischen, mit den Zähnen zum Drehen versehenen Theil der Ladetrommel f aufgeschoben und um diesen Theil leicht drehbar. Sein äusserer Durchmesser entspricht dem des Ladecylinders f. In der Vorderwand des Ringes g befindet sich eine ringförmige Auslassung, deren Enden fast zusammenstossen (Fig. 5). Durch den zwischen den beiden Enden der Auslassung stehen gebliebenen vollen