Text-Bild-Ansicht Band 229

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Die Ableitung dieser Tabelle ist nach dem Vorhergehenden leicht:

Ist der Druck 1 2 3 4at so werden
im Wassermotor benöthigt 26127 13063 8709 6534k für die Stunde und
weil Dampf 1646 857 585 447mal leichter ist als Wasser,
so folgt Dampfbedarf 15,87 15,24 14,9 14k,61 für 1 Stunde als Quotient.

Diese Werthe sind wohl kleiner als die direct umgerechneten Angaben des englischen Originales. Die Abweichung erklärt sich dadurch, dass die englische Pferdekraft (550 Fusspfund engl. = 76mk) um 1,4 Proc. grösser ist als die metrische.

Beispiel: Mittlere Spannung 2at, Enddruck 1at,5 über das Vacuum.

Dampf für 1 Stunde und 1e indicirt:

Selbstverständlich gelten diese Werthe ohne Rücksicht auf die unvermeidlichen Dampfverluste, welche gesondert hinzuzurechnen sind. (Aus dem S. 311 d. Bd. angeführten Berichte Radinger: Dampfmaschinen und Transmissionen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika.)

Selbstthätige Spannstäbe von L. Robertshaw in Thorntow bei Bradford.

Diese Breithalter sind den Stachelscheiben-Breithaltern von J. Mathis (*1864 172 411) nachgebildet. Die Waare läuft bei letzteren über schräg gestellte, schwache und mit Stacheln besetzte Ringe hinweg und wird durch einen darüber liegenden Deckel in möglichst dichte Berührung mit den Ringen gebracht. Robertshaw (D. R. P. Nr. 1263 vom 19. October 1877) ersetzt die Metallringe durch solche aus Glas, Hartglas, Porzellan, Thon u.s.w. Ferner wird der Spannstab in solcher Weise am Webstuhlgestell befestigt, dass er während des Webens der Waarenstellung sich möglichst anpasst; auch ist dem Spannstab eine kleine horizontale Hin- und Herbewegung dadurch gestattet, dass er an einer schwachen federnden Stange angeschraubt ist, ferner eine Auf- und Abbewegung, weil der Sperrstab gelenkartig mit einem horizontal Stehenden Zwischengestell verbolzt ist.

Ueber den Kraftbedarf von Aufbereitungsmaschinen.

Zur Ermittlung des Kraftbedarfes verschiedener Aufbereitungsmaschinen hat J. Habermann in Przibram eine Reihe von dynamometrischen Versuchen angestellt und deren Resultate ausführlicher in der Oesterreichischen Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen, 1877 S. 517 veröffentlicht.

Die conische Waschtrommel im Adalberti-Waschwerke, welche 1m,369 kleinsten, 1m,817 grössten Durchmesser und 3m Länge hat, aus 52mm starken Pfosten hergestellt, mit 6mm starkem Blech ausgekleidet und mit zwei Frictionsringen von je 325k armirt ist, bedarf sammt Eintragschuh und rotirendem Klaubetisch von 4m,43 Durchmesser bei 10 bis 12 Umgängen der Trommel in der Minute 3e,296. Der zugehörige Classirungsapparat, bestehend aus zwei Doppel- und einer einfachen Siebtrommel mit 0m,8 kleinstem und 1m grösstem Durchmesser der inneren, bezieh. der einfachen Trommel und 1m,264 Länge erfordert für 30 Umdrehungen in der Minute 2e,658.

Eine zweisiebige Grobkorn-Setzmaschine mit 1m,264 Sieblänge, 0m,5 Siebbreite, 65mm Kolbenhub beansprucht bei 130 Hüben beim Setzen von 32mm Korn 2e,437.

Eine viersiebige Feinkorn-Setzmaschine mit 1m Sieblänge, 0m,5 Siebbreite, 13mm Kolbenhub benöthigte bei 170 bis 180 Hüben in der Minute 1,56 bis 1e,73.

Ein stetig wirkender Stossherd aus gehobelten gusseisernen Platten von 1040k Plattengewicht brauchte bei 150 Ausschüben in der Minute zu 13mm 0e,9.

Eine Walzenquetsche mit 46mm,8 Walzendurchmesser und 31mm,6 Walzenbreite verlangte bei 36 Umgängen der Walzen in der Minute beim Quetschen des Mittelkorns von 12mm Korngrösse 2e, beim Quetschen von 26 bis 39mm grossen Stücken 5e.