Text-Bild-Ansicht Band 230

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Handrades auf derselben erforderlich sind, um das Ventil gänzlich zu öffnen. Bei gewöhnlichen Absperrschiebern ist nun die Zuhilfenahme der Schraubenspindel mit Rücksicht auf die oft sehr beträchtliche Reibung, welche bei der Bewegung des Schiebers zu überwinden ist, nothwendig. Anders ist dies aber bei solchen Schieberventilen, wo beim Anheben die Schieber zunächst entlastet werden, und umgekehrt beim Ventilschluss das Anpressen der Schieberplatten gegen ihre Sitze erst im letzten Moment der Bewegung vollzogen wird. Da dieses Anpressen, welches allein grössere Kräfte beansprucht, in der Regel durch eine Keil- oder Kniehebelwirkung erleichtert wird, so ist es offenbar rationell, wenn das Verschieben der von ihren Sitzen abgehobenen Schieberplatten durch eine Vorrichtung erfolgt, welche eine rasche Bewegung derselben zulässt.

Dieser Gedanke ist nun in recht einfacher und sinnreicher Weise durch das in den Fig. 1 und 2 Taf. 23 abgebildete Schieberventil von J. S. Leng in New-York (Fletcher street 4) verwirklicht. Leng wendet entgegen dem bisherigen Gebrauch, zum Schluss der Ventilöffnung einen einzigen Schieber s an, welcher an schräg stehenden Rippen r der Gehäusewand geführt wird. In einen Schlitz zwischen zwei am Rücken des Schiebers angegossenen Nasen tritt nun ein Vorsprung eines Hebels h, welcher auf dem Vierkant einer durch eine Stopfbüchse des Ventilgehäuses ins Freie tretenden Achse a sitzt. Ertheilt man letzterer mit Hilfe des auf ihr befestigten Handhebels o eine Vierteldrehung, so wird der Schieber auf die ganze Höhe der Durchgangsöffnung verschoben. Beim Schliessen des Ventiles wird der Schieber nahe am Ende seiner Bewegung eines theils durch die schräg liegenden Führungsrippen, anderntheils aber durch den keilartig wirkenden Daumen d am Hebel h fest gegen seinen Sitz gepresst.

Die Vortheile dieser Construction sind in die Augen springend; bei ihrer Einfachheit gestattet sie eine rasche Schieberbewegung; alle inneren Theile sind nach Abschrauben der Verschlusskappe k leicht zugänglich. Weiter lässt der Hebel o von aussen jederzeit leicht erkennen, ob und wie weit der Schieber geöffnet ist, und endlich kann der Handhebel leicht mittels einer Stange oder Kette bewegt werden, so dass die Anordnung des Ventiles auch an weniger zugänglichen Stellen anstandslos zulässig ist.

H.

Motz's dreitheilige Riemenschraube.

Mit Abbildungen.

Beim Verbinden von Treibriemen mit gewöhnlichen Riemenschrauben macht sich der Uebelstand fühlbar, dass die Schrauben nicht