Text-Bild-Ansicht Band 231

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Handarbeit. Uebertrag 2001 M.
Ein Drucker zu 4 M. für 425 Tage
Ein Plattenpräparateur zu 8 M.
Ein Gehilfe zu 3,50 M.
Ein Mädchen zu 80 Pf.
1700
3400
1487
340

6927
Chemische Producte 1930
Glasplatten 280
765 Ries Papier von Rives zu 16 M. 12240
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Zusammen 23378 M.
Ausschuss 10 Proc. 2337
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Summe 25715 M.

765 Ries zu 500 Blätter sind 382500 Blatt. Ein Blatt Rives (Dimension 44 × 56cm) kostet daher phototypisch bedruckt: 6,7 Pf.

Lichtdruck auf Zinkblech. Der phototypische Druck auf Zinkblech wird es gestatten, das Ideal des Lichtdruckes, die Massenproduction von Lichtbildern zu verwirklichen, indem er es möglich macht, eine Schnellpresse mit einem Papier ohne Ende zu benutzen, wenn die Druckplatte um einen Cylinder gebogen und auf demselben befestigt wird. Jedenfalls ist diese von Albert und Obernetter stammende Idee der von Despaquis, welcher elastische Leinwandbänder vorschlug, bedeutend vorzuziehen, und es bleibt jetzt nur noch abzuwarten, ob man einige eigentlich nicht gross scheinende Schwierigkeiten zu überwinden im Stande sein wird, welche sich der Ausnutzung des Verfahrens mittels Schnellpressen bislang entgegengestellt haben. Das Haupthinderniss besteht in der Bildung schwarzer (Oxyd-?) Punkte auf der Bildschicht, die freilich nicht sofort, sondern (bei fortgesetztem Drucken) erst nach einigen Tagen auftreten, aber ohne fortwährendes Betupfen mit concentrirter Kleesalzlösung es zur Unmöglichkeit machen, fehlerfreie Abdrücke zu erhalten. Allerdings will Husnik durch Zusatz von Chromalaun zur lichtempfindlichen Mischung, sowie durch Einfeuchten mit einer Chlornatrium haltigen Glycerin-Ammoniaklösung eine Abschwächung der Schwärzen erzielt haben; allein ehe diese Schwierigkeit gänzlich beseitigt ist, wird Niemand an die Construction neuer und kostspieliger Pressen gehen. Auf Handpressen haben die oben genannten Praktiker freilich schon zahlreiche Drucke hergestellt; Albert hat solche in der Grösse von 1m aufzuweisen („Lohengrin's Abschied“ für den Wiener Kunstverein ist ausschliesslich von Zinkplatten gedruckt worden), und ich habe bei Albert selbst so hergestellte Bilder gesehen, welche gewöhnlichen Phototypen nicht allein in jeder Beziehung gleichkamen, sondern sie auch an Schärfe bedeutend übertrafen.

Husnik macht Mittheilungen über diesen Gegenstand, welche wir hier in Kürze angeben. Das verwendete Zinkblech ist das speciell zum Satiniren von Druckpapier verwendete; es bedarf vor der Präparation nur einer Reinigung mit feinstem Schmirgelpapier. Jene wird damit eingeleitet, dass man die Platte mit einer 3proc. Chromsäurelösung 1 bis 2 Mal übergiesst. Auf der Oberfläche bleibt unlösliches chromsaures Zink zurück, welches als gelbliches Pulver fest anhaftet und die eigentliche