Text-Bild-Ansicht Band 235

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Dampfdruck im Kesselchen und somit auch die Stärke des Lichtes B steigern oder vermindern; dabei darf man aber nie vergessen, dass es sich hier um brennbare Flüssigkeiten handelt und dass daher Vorsicht am Platz ist. Uebrigens arbeitet der Apparat regelmässig und ist gegen den Luftzug nicht empfindlich. Beide Flammen sind sehr intensiv, ruhig und das knisternde Geräusch dient dem Ohr als Kennzeichen, dass der Apparat in gutem Zustande sich befindet. Der neue Brenner macht in der That das Gas entbehrlich, er ist ihm sogar vorzuziehen, wenn der Druck des letzteren weniger als 25mm beträgt. (Nach dem Moniteur industriel, 1879 S. 564.)

A. P.

Kegelpresse zum Auspressen Flüssigkeit haltender Körper.

Mit Abbildungen auf Tafel 33.

Die in Fig. 14 bis 17 Taf. 33 abgebildete Presse von J. Selwig in Braunschweig und R. E. Schmidt in Sangerhausen (* D. R. P. Nr. 6199 vom 25. September 1878) besteht im Wesentlichen aus zwei stumpfkegelförmigen Pressplatten A, A1, deren Achsen gegen einander geneigt sind, weshalb die lichten Plattenentfernungen sich allmählich ändern. Die Anordnung ist so gewählt, dass die grösste Weite zwischen den Pressscheiben im linken oberen Quadranten (Ebene I-II Fig. 14), die kleinste somit im rechten unteren Quadranten – weil diametral gegenüber – liegt. Die von oben durch den Fülltrichter R zwischen die sich drehenden Scheiben gebrachte Masse wird demnach bei hinreichender Reibung zwischen ihr und den Scheiben mitgenommen und allmählich in dem Masse zusammengedrückt, als sich der freie Querschnitt innerhalb der letzteren verringert. Hat die Masse den engsten Querschnitt bei Q1 (Fig. 14) erreicht, so erfährt sie die stärkste Pressung; darüber hinaus gelangt sie wieder allmählich in grössere lichte Querschnitte, so dass sie ohne Schwierigkeit bei D aus der Presse herausgedrückt werden kann. Die abgepresste Flüssigkeit sickert durch die durchlochten Pressscheiben, sammelt sich im Gehäuse CC1 und fliesst unten durch das Rohr n ab.

Bezüglich der Ausführung dieses Princips zeigen die Abbildungen, dass die stark verrippten Pressscheiben A A1 mit ihren Naben lose auf den angegossenen Hohlzapfen B, B1 der Gehäusehälften C, C1 sitzen, welch letztere durch drei kräftige Bolzen l zusammengehalten werden. Die Pressflächen der gelochten Scheiben A, A1 sind mit Riefen versehen und mit Siebblech belegt. Von der Riemenscheibenachse aus werden die Pressscheiben durch ein doppeltes Rädervorgelege in langsame Drehung versetzt. Um den grossen Seitendruck aufzuheben, den