Text-Bild-Ansicht Band 236

Bild:
<< vorherige Seite

Aufziehen der Radreifen Brüche herbeiführen, werden dieselben meistens durch starke Kälte veranlasst. Wenn nun Stahl, seiner sonstigen vorzüglichen Eigenschaften wegen, das beste Material zur Radreifen-Fabrikation bleibt, so liessen sich doch die gefährlichen Folgen des Springens vollständig beseitigen, wenn der Radreifen inwendig mit einem Ring aus zähem Material besetzt würde, welcher mit ersterem so zu verbinden wäre, dass bei etwaigen Brüchen die Stücke gezwungen würden, an ihrem Platze zu bleiben.

Eine dahin gehende Anordnung (* D. R. P. Anmeldung Nr. 42056 vom 12. Januar 1880) ist in Fig. 4 Taf. 5 dargestellt und als Grundform der folgenden zu betrachten. Dieselbe bietet gegen das Abfliegen von Stücken sowohl bei Querrissen, als auch bei Langrissen vollkommene Sicherheit. Die Herstellung geschieht in folgender Weise: Der Stahlreifen hat an der Innenseite einen schwalbenschwanzförmigen Ansatz; ein Ring aus zähem Material (Fluss- oder Schweisseisen), der etwa den in Fig. 5 dargestellten Querschnitt hat, wird rothwarm in die Reifen gebracht, worauf die Enden a und b derart um gewalzt werden, dass sie den Schwalbenschwanz auf dem ganzen innern Umfang des Radreifens fest anliegend umschliessen.

Eine vereinfachte Form zeigt Fig. 6. Der Radreifen hat hierbei eine schwalbenschwanzförmige Vertiefung, in welche ein Ring von dem in Fig. 7 angegebenen Querschnitt eingewalzt wird. Um diesen Ring in den Radreifen einführen zu können, gibt man demselben eine herzförmige Form. Fig. 8 und Fig. 9 zeigen empfehlenswerthe Befestigungen der nach soeben beschriebener Art hergestellten Radreifen.

Der Sicherheits-Radreifen wird beim Aufziehen genau in der bisherigen Weise behandelt; die Bahnverwaltungen brauchen an ihren bestehenden Einrichtungen nichts zu ändern, sie bedürfen keiner kostspieligen Neuerungen in den Werkstätten und brauchen nicht die Hilfe von Specialwerkstätten in Anspruch zu nehmen, indem die Reifen mit eingewalztem Ring von der Hütte fertig bezogen werden können.

Kettenspannapparat für mechanische Webstühle; von Robert Heywood in Manchester.

Mit Abbildungen auf Tafel 5.

Der bei A (Fig. 10 und 11 Taf. 5) liegende Kettenbaum trägt ein Schraubenrad B, in welches eine Schnecke C greift, deren Achse in den Lagern D und E ebensowohl drehbar, als in senkrechter Richtung verschiebbar ist. Ein Gewicht an dem Hebel O sowie die Verbindungstheile F1 und F des Hebels mit der Schneckenwelle suchen